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Kommentar: Die Sprache nicht dem Bildschirm überlassen

Matthias Klaus über Probleme mit dem Sprechen bei Kindern im Landkreis Görlitz.

Die jüngste Untersuchung des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes im Landkreis bestätigt eine ungute Entwicklung. Sprache und Sprechen wird für einen Teil unserer Kinder immer schwieriger und damit zu einem Problem. Die Zahlen im Kreis Görlitz sind seit Jahren relativ hoch – ebenso übrigens im Nachbarkreis Bautzen. Über die Gründe kann man streiten. Sind es tatsächlich die Medien, vor allem die neuen, wie das Internet oder die „alten“, wie der Fernseher, die zu den Auffälligkeiten führen? Werden die Kinder zu oft zu lange mit einem Bildschirm allein gelassen? Fehlt es an Gesprächen in der Familie, allgemein an der guten alten analogen Kommunikation? Insofern wäre es tatsächlich spannend, dem Vorschlag des früheren Görlitzer Amtsarztes zu folgen und die Zahlen aus DDR-Zeiten mit den heutigen zu vergleichen. Gleichwohl, man muss sicherlich unterscheiden: Ist der Wortschatz klein, die Grammatik des Nachwuchses fehlerhaft, sind das Defizite. Defizite, gegen die Eltern, Erzieherinnen etwas tun können, eben mit Erzählen, Bilderbüchern, Reimen, Liedern. Wenn Kinder allerdings lispeln, stottern, undeutlich sprechen, dann handelt es sich meist um Sprachstörungen. Da müssen die Experten ran, Logopäden, Therapeuten.

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