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Kommentar: Ein neuer Ton in der endlosen ETU-Debatte

Anja Beutler über die Suche nach einer Lösung.

Spektakulär ist das, was die ETU mit ihrem Antrag erreichen möchte, auf den ersten Blick nicht. Spektakulär ist aber das, was durch den Antrag nun erstmals möglich war: eine ruhige, sachliche Debatte über die Probleme der Anwohner mit dem alltäglichen Betrieb des Unternehmens. Eine Anwohnerin aus Altbernsdorf, die häufige Ratssitzungen besucht, fasste es so zusammen: „Ich fühle mich das erste Mal im Stadtrat ernst genommen mit meinen Problemen und Sorgen.“ Es sei ihr unglaublich wichtig, nicht mehr als Spinner abgetan zu werden.

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Woran liegt das? Vielleicht daran, dass sich das Personal im Rat und in den Reihen der Kritiker verändert hat. So war auch die schärfste ETU-Kritikerin und Wortführerin der Bürgerinitiative „Kein Giftmüll auf dem Eigen“, Stadträtin Astrid Günther-Schmidt, nicht bei der Sitzung dabei – allerdings krankheitsbedingt. Erstmals gelang es auch Bürgermeister und Räten, den Anwohnern klar zu machen, dass man sich einsetzen wolle, aber eben nicht Knackpunkte entscheiden dürfe. Der Weg für eine neue, gemeinsame Lösungssuche ist nun offen.

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