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Kommentar: Eine ganze Generation ist gegangen

Daniela Pfeiffer über Rückkehrwillige und Auswärtsglückliche

Wohl kaum einer zwischen 20 und 40 Jahren, der nicht auf Anhieb zehn Bekannte, Freunde, frühere Klassenkameraden aufzählen kann, die alle „im Westen“ sind, und dort mehr oder weniger glücklich. Dass eine ganze Generation wohl nur noch zur Hälfte hier lebt, ist traurig. Nicht nur in den Neunziger oder den 2000 er Jahren haben sie der Heimat den Rücken gekehrt, auch heute noch glauben Viele: Wer was werden will, hat die besseren Chancen „drüben“. Doch nach zehn, 20 Jahren kommt so mancher doch ins Grübeln. Spätestens, wenn die Kinder geboren werden, regt sich auch der Wunsch nach Oma und Opa in der Nähe, nach der Heimat. Und so kennt auch jeder wohl mindestens zwei oder drei, die zurückgekommen sind – und mit offenen Armen von Großeltern, Freunden, Bekannten empfangen wurden. Auch wenn sie hier jetzt vielleicht deutlich weniger verdienen.

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Genauso gibt es diejenigen in der Ferne, die gerne würden, den Schritt aber noch nicht wagen, vor allem weil noch der Job fehlt. Für sie muss es mehr Kontaktmöglichkeiten in die Heimat geben. Wer Menschen in die Region zurückholen will, muss mit ihnen sprechen. Hoffentlich wird die angedachte Fachkräfteallianz im Landkreis diese Aufgabe übernehmen.

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