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Kommentar: Fakten gehören auf den Tisch

Christoph Scharf über den Geheimrapport über Asylbewerber.

Das Innenministerium will wissen, was im Land los ist. Deshalb die täglichen Rapporte der Polizeidirektionen. Das ist verständlich. Allerdings bleibt dabei ein schaler Beigeschmack: Warum sind bestimmte Delikte von Asylbewerbern so brisant, dass sie es in eine interne Meldung ans Ministerium schaffen – nicht jedoch in die Öffentlichkeit?

Traut man den Leuten nicht zu, mit den Fakten umgehen zu können? Fürchtet man eine schlechte Öffentlichkeit, wenn zu viele Delikte von Asylbewerbern bekannt werden? Das klingt verdächtig nach Herrschaftswissen, das der Regierung vorbehalten bleiben soll.

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Natürlich erwartet niemand, dass Straftaten nur deshalb veröffentlicht werden, weil sie von Asylbewerbern begangen wurden. Und niemand verlangt, dass 400 Polizeieinsätze, die pro Tag anfallen, auch publiziert werden.

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Was aber Fälle angeht, wo wegen Raub oder Kindesmissbrauch ermittelt wird, kann es nur eine Antwort geben: Die Fakten müssen auf den Tisch, egal wer der Täter ist. Auch das Volk will wissen, was im Land los ist. Schließlich ist das Volk in einer Demokratie der Souverän – nicht der Minister.