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Kommentar: Großenhain als Altenstadt

Kathrin Krüger-Mlaouhia über die Bauprojekte an der Röder

Jetzt also auch die alte Poliklinik. Sie soll eine seniorengerechte Wohnanlage werden. So wie das Quartier vier an der Mozartallee, wie das Advita-Projekt im Speicher, wie das Vorhaben im alten Gerichtsgebäude. Nimmt man dann noch die Pflegeheime Helene Schmieder, Pro Civitate und Husarenpark dazu, könnte man glatt meinen, Großenhain entwickele sich immer mehr zur Altenstadt.

An sich ist das nichts Schlechtes, wie gerade auch unsere aktuelle SZ-Serie „Was geht, Alter?!“ zeigt. Senioren sind heutzutage oft agile, kaufkräftige Menschen, die noch aktiv ins gesellschaftliche Leben eingreifen. Und da Menschen immer neu alt werden, bekommen die Pflege- und Betreuungseinrichtungen genauso wie die Wohnanlagen immer wieder Nachfrage.

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Allerdings will Großenhain nicht wirklich vergreisen und setzt ebenso auf Familien mit Kindern. Man denke nur an die neuen Wohnstandorte Heideblick in Kleinraschütz oder Im Winkel in Großraschütz. „Bis zu sechs potenzielle Standorte könnten in den kommenden Jahren zu attraktiven Wohngebieten entwickelt werden“, schreibt die Stadt zudem in ihrer neuen Imagebroschüre. Denn in Großenhain soll und darf nicht nur konsumiert werden, sondern auch produziert. Betriebe brauchen Arbeitskräfte. Ein guter Mix muss auch weiterhin bleiben.