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Kommentar: Gutes Marketing sieht anders aus

Susanne Sodan über die Seewoche am Berzdorfer See

© Frank Baldauf

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Wird nicht ganz so laut

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Die Seewoche startet mit einem Elektro-Open-Air am Strand des Berzdorfer Sees. Bei der Hitze kann sowieso niemand schlafen.

Schön war‘s auf dem Berzdorfer See. Bei der Rundfahrt mit Wirtschaftsminister Martin Dulig Anfang der Woche zeigten Vertreter der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH, der Stadt, der LMBV, der Landrat und weitere Akteure, wie sich der See entwickelt hat. Da gab es auch einiges zu zeigen, keine Frage. Das Hafengebäude, die „Insel der Sinne“, das Gut am See, das gerade groß ausgebaut wird. Aber dahin, wo es vielleicht weh tut, ging es thematisch nicht. Kommunikation und Marketing, das wäre so ein Punkt, wo sich zu wenig bewegt. Man sieht das ganz gut an der diesjährigen Seewoche. Eigentlich hatte die sich in den vergangenen Jahren durchaus einen Namen gemacht. Dieses Jahr irgendwo Werbung gesehen? Es gibt ein großes Programm auf der Internetseite der Stadt. Es gibt auch Plakate – für den „Sommer am See“. Damit wollte die EGZ das Konzept aufweiten, mehr Akteure integrieren, die ihre Veranstaltungen außerhalb der Seewoche starten lassen. Aber diese Konzepterweiterung verwässert die ganze Sache auch. „Sterne am Himmel“ wäre genauso aussagekräftig wie „Sommer am See“. Wer Genaueres wissen will, muss sich das Programm selber suchen. Und so schickt dann eben doch jeder Veranstalter seine eigene Pressemitteilung rum, druckt eigene Flyer, stellt eigene Aufsteller auf. Und so ist es insgesamt derzeit am See: Jeder kocht noch zu sehr sein eigenes Süppchen. Da ist es kein Wunder, wenn Spannungen aufkommen. Eigentlich sollten die Anrainer und Beteiligten, die sich seit Jahren am und für den See engagieren, belohnt und entlastet werden. Zum Beispiel mit einem Marketing, in dem sich alle wiederfinden.

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