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Kommentar: Klarheit bringt nur ein Einzelhandelskonzept

Frank-Uwe Michel über die Absage der Stadt Rothenburg an Netto.

© André Schulze

Nun ist also klar, wie es am Standort Grabenstraße mit den Bauvorhaben dort weitergeht. Netto wird keinen Supermarkt errichten können, stattdessen dürfte die Stadt das Gelände in ihre Planungen für den zentralen Schulstandort mit einbeziehen. Was von der Logistik her wohl die beste Lösung ist, haben Grund- und Oberschüler dann perspektivisch doch alles dicht beisammen. Und auch die Einwohner dürften – gibt es zugleich ein neues Bürgerzentrum – davon am meisten profitieren. Wie Stadt und Handel bei künftigen Ansiedlungswünschen aufeinander zugehen können, kann jedoch nur ein Einzelhandelskonzept regeln, das in anderen Kommunen schon längst existiert. Darin wird geregelt, wo Neuansiedlungen möglich sind. Und welche Sortimente angeboten werden dürfen, ohne den Bestandsgeschäften in der Innenstadt zu schaden. Die Erarbeitung eines solchen Konzeptes macht durchaus Sinn, denn sollte Netto eine geeignete Ausweichfläche finden, geht das jetzt erlebte Prozedere wieder von Neuem los. Gäbe es dann schon ein Einzelhandelskonzept, würde schnell Klarheit herrschen, ob überhaupt Handel und – wenn ja – mit welchen Sortimenten an der bewussten Stelle überhaupt möglich ist.

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