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Die Stadtverwaltung schafft Verdruss

SZ-Redakteur Christoph Springer hinterfragt den Informationsfluss aus dem Rathaus. 

© SZ

Wann fährt wieder eine Bahn? Oder fährt ein Bus? Wie wird das am Montagmorgen im Berufsverkehr? Und wie lange dauert das alles überhaupt noch? Solche Fragen haben am Wochenende die Bewohner im Schönfelder Hochland, in Weißig, in Bühlau und auf dem Weißen Hirsch bewegt. Dazu fragten sich tausende Pendler, wie sie an diesem Morgen auf Arbeit kommen. Schließlich war eine der wichtigsten Straßen Richtung Stadtzentrum dicht. Nicht irgendeine kleine Nebenstraße, die leicht zu umfahren gewesen wäre. Eine Bundesstraße, auf der auch Linienbusse von außerhalb und die Straßenbahnlinie 11 fahren.

Doch das Rathaus hüllte sich in Schweigen. Keine einzige Info kam von der Stadtverwaltung, nicht mal ein Wort des Verständnisses für diese Fragen und der Hinweis, dass noch nicht klar ist, wann die Straße wieder befahren werden kann. Dabei ist spätestens seit dem Jahrhunderthochwasser 2002 bekannt, wie wichtig Informationen sind. Die Straßensperre auf der Bautzner war nicht das entscheidende Problem, die fehlenden Informationen für die Betroffenen waren es. Die mussten sie sich mühsam zusammenreimen und nicht immer passten alle Infopuzzlestücke auch zusammen.

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Den Rathausmitarbeitern sei ihr Wochenende gegönnt. Doch in Zeiten des Internets muss es möglich sein, wenigstens auf der Webseite der Stadt schnell und einigermaßen aktuell zu informieren oder eben mitzuteilen, dass es gerade noch keine Klarheit gibt. Stattdessen konnte man dort lesen, dass sich Dresdner für einen Marathon bewerben können.

Das ist lebensfremd und alles andere als bürgernah und schafft Verdruss. Note mangelhaft!

E-Mail an Christoph Springer