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Kommentar: Nicht alle Wünsche werden wahr

Steffen Gerhardt über zusätzliche Gelder für die Stadt Niesky

© SZ Thomas Eichler

Es passiert doch noch, dass in sehr frostigen Zeiten ein warmer (Geld-) Regen niedergeht. So geschehen am Mittwoch, als der Haushalt- und Finanzausschuss des Landtages mehrere Millionen Euro für die Landkreise und Kommunen ausschüttete. Das ist gut so, auch der Umstand, dass das zum Jahresanfang passiert. So lassen sich die Bauvorhaben übers Jahr besser einordnen und umsetzen, als wenn es zum Jahresende heißt: Es ist noch Geld übrig, das möglichst dieses Jahr noch verbaut und abgerechnet werden muss.

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Sicherlich, die Wunschliste ist weitaus größer als der Betrag, der dafür zur Verfügung steht. Das ist in der Stadt Niesky nicht anders. Aber zumindest kann nun endlich eine der Problemstraßen einer grundhaften Erneuerung unterzogen werden: die Puschkinstraße. Fast drei Jahrzehnte nach der Wende fehlt immer noch ein fester Straßenbelag und eine stabile Regenentwässerung. Aber anderen Nieskyern geht es nicht anders. Die Bewohner der Goethe- und Herderstraße haben das gleiche Verlangen nach einer richtigen Straße vor ihren Häusern. Aber sie müssen weiterhin Geduld haben. Das zeigte sich auf der Informationsveranstaltung der Stadt. Die Goethestraße soll 2019 drankommen, bei der Herderstraße ist der Baubeginn ungewiss. Ob das Land dann wieder Millionen für die Kommunen ausschüttet, ist ebenfalls ungewiss. Aber das wird notwendig sein. Denn, um beim Beispiel zu bleiben, fehlen der Stadt Niesky die Gelder für ihre Straßen. Das spüren besonders die Anwohner. Sie müssen ihre neue Straße mitbezahlen.

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