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Kommentar: Nicht weglaufen vor der AfD!

Annette Binninger über den Umgang der CDU mit der AfD

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Die eine will ganz bestimmt nicht, der andere hält es sich lieber offen. Da kann man ganz sicher nichts falsch machen. Oder doch? Das Ergebnis der Nachfrage bei Thüringens und Sachsens CDU-Regierungschefs, wie sie es denn mit der AfD halten wollen, könnte kaum unterschiedlicher ausfallen. Christine Lieberknecht schließt wenige Monate vor der Landtagswahl eine Koalition mit der AfD kategorisch aus; während Stanislaw Tillich sich lieber alles offenhält. Schließlich wisse man doch gar nicht, wofür die AfD programmatisch stehe. Unterdessen singt auf Bundesebene der Chor der Unionisten munter durcheinander. Fraktionschef Volker Kauder will sich nicht einmal mehr mit einem AfD-Politiker in eine Talkshow setzen. Irgendwie weiß keiner so recht, wie mit der inzwischen nicht mehr ganz so neuen Partei umzugehen ist. Das erinnert an die Anfänge der Piraten – auch da sahen die alten Parteien einfach alt aus.

Die Piraten haben sich inzwischen nahezu selbst zerlegt. Bei der AfD ist dies trotz vieler Anfangsfehler nicht so schnell zu erwarten. Darum werden Fluchtgedanken kaum helfen. Echte politische Auseinandersetzung sieht anders aus und muss etwas wagen, was zur demokratischen Kernerarbeit gehört: Sie muss sich der Argumentation der AfD und ihren Protagonisten stellen. Nur so gelingt es zu klären, wofür diese Partei steht und was sie von dem, was sie so großzügig verspricht, imstande ist zu halten. Nur so kann die CDU etliche Stimmen zurückgewinnen, die früher einmal sicher ihr gehörten.

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