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Kommentar: Ökostrom fährt jetzt auf Normaltempo

Anja Beutler über das Wachstum der alternativen Energien

Eins ist klar: Wie das in Zukunft mit der Energiegewinnung am besten gelöst wird – das wird noch einige Forscherhirne zum Glühen bringen. Dass es sinnvoll ist, nachwachsende oder schlicht dauerhaft vorhandene Energiequellen zu nutzen, liegt auf der Hand. Das wird niemand in Abrede stellen – egal, ob er ein Atom- oder Ökostrombefürworter ist.

Doch eine weiße Weste haben auch die alternativen Energien nicht – was mit der Politik und ihren Entscheidungen zusammenhängt. Jahrelang waren Verlockungen und Anreize zu groß, um auf Dauer auf gesunder Basis umweltfreundlichen Strom zu produzieren. Auch Landwirte in der Oberlausitz fanden es lohnender, auf ihren Feldern Energiepflanzen wie Raps und Mais statt Brotgetreide anzubauen, weil durch hohe Subventionen bessere Preise erzielt werden konnten. Und so wuchs eine ernsthafte Konkurrenz zur Nahrungsindustrie auf den Feldern. Dass auch Wind-, Solar- und Biogasanlagen Nachteile haben, ist inzwischen kein Geheimnis mehr.

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Natürlich werden wir an nachhaltiger Energiegewinnung nicht vorbeikommen. Aber es wird langsamer vorangehen – so wie bei den E-Autos. Hier gab und gibt es keine Förderung und das merkt man. Beim Ökostrom ist man da weiter, der Zwischenspurt hat eine Basis geschaffen.