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Kommentar: Oft nur eine Randnotiz

Daniela Pfeiffer über die Initiative der Bombardier-Zeitarbeiter

© Matthias Weber

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Bombardier-Leiharbeiter wollen kämpfen

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Der Görlitzer Standort bleibt, das freut auch die 500 Zeitarbeiter. Aber ihre Perspektive ist schlecht, deshalb werden sie jetzt laut.

Fast immer ist nur von den Festangestellten die Rede. Leiharbeiter werden oft nur im Nebensatz erwähnt. Sie seien es ja auch nicht, deren zehn- oder zwanzigjähriges Arbeitsverhältnis in Gefahr ist. Das betrifft nur die Festangestellten. Dass die Leiharbeiter bei Bombardier frustriert sind, ist verständlich. Wer keine sichere Zukunftsperspektive hat und immer zu hören bekommt: „Du bist nur Leiharbeiter“ oder „Wir sind für Euch nicht zuständig“, muss sich irgendwann zweitklassig fühlen. Dabei ist wenig darüber bekannt, welche Funktion gerade bei Bombardier Leiharbeiter haben. Sie sind eben nicht nur in der Produktion eingesetzt, sondern beinah auf allen Ebenen. Es gibt sogar welche mit Personalverantwortung. Dass einige von ihnen gewissermaßen mit dem Mut der Verzweiflung jetzt den Kampf gegen ihre eigene Situation und ihre Behandlung aufnehmen, verdient Respekt und ein entsprechendes Echo. Denn sie tragen ihren Teil dazu bei, dass Bombardier seine noch ausstehenden Aufträge für die Deutsche Bahn oder die Schweizerische Bundesbahn erfüllen kann. Auch sie sind es, die der Region unter Umständen verloren gehen würden, wenn sie ihre Jobs nicht behalten und keinen anderen Ausweg sehen, als die Stadt zu verlassen, weil es hier keine Perspektive mehr gibt.

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