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Kommentar: Räte sollten Bedenken ernst nehmen

Ingo Kramer über die neue Siedlung am Ziegeleiweg

Am Dienstag war er noch in der Bürgerversammlung, heute ist er schon Thema im Stadtrat: der Entwurf für die neue Einfamilienhaussiedlung am Ziegeleiweg. Dabei treffen die Räte heute aber nicht die endgültige Entscheidung, sondern nur einen Zwischenschritt auf dem langen Weg der Planung. Die Anwohner aus der Minna-Herzlieb-Straße und dem Ziegeleiweg haben den Stadträten ein positives Grundgefühl mitgegeben: Sie lehnen die neue Siedlung nicht pauschal ab. Die meisten von ihnen waren in den 1990er Jahren selbst Bauherren, wissen also, wie es ist – und wissen auch, wo mögliche Schwachstellen liegen.

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Die Entwässerung ist ganz sicher eine Schwachstelle. Hier müssen die Investoren vernünftig planen, um nicht hinterher Ärger zu bekommen, weil die neuen Häuser im Wasser stehen. Das zu lösen, wird vor allem eine technische und finanzielle Frage sein. Die Baustellenzufahrt ist eine zweite Schwachstelle. Jeder, der den Ziegeleiweg kennt, weiß, dass er schmal ist. Für die jetzige Menge an Fahrzeugen ist er das schon, aber wenn dann noch Baufahrzeuge und später die Autos der neuen Bewohner hinzukommen, könnte es wirklich kritisch werden. An dieser Stelle sollten Planer, Stadtverwaltung und letztlich auch die Stadträte die Bedenken der Anwohner sehr ernst nehmen. Zur Not muss dieser Teil des Ziegeleiweges verbreitert werden. Das ist natürlich weitaus leichter gesagt als getan, es kostet in Planung, Genehmigung und Bau viel Mühe und auch Zeit, es könnte sogar das ganze Vorhaben verzögern. Aber am Ende könnte es trotzdem richtig sein.