merken

Kommentar: Respekt bitte von allen Seiten

Bettina Klemm über die Rechte von Homosexuellen

Der Christopher Street Day Dresden kann stolz auf sein Fest sein. An Gaststätten, Schiffen, Hochhäusern signalisierte die Regenbogenflagge die Forderung der Homosexuellen für Gleichberechtigung und Respekt ohne Wenn und Aber. Nahezu alle Parteien fühlten sich veranlasst, auf dem Altmarkt ihre Unterstützung zu zeigen. Das ist gut so.

Zu Toleranz und Respekt gehört aber auch, den anderen anzuhören. Wenn der Dresdner CDU-Kreischef auf die Bühne geht, um ein Grußwort zu halten, findet er in seiner Partei nicht nur Zustimmung. Ich finde es respektlos, wenn er dann von einigen Teilnehmern des CSD ausgebuht wird. Wenn der Verein der Oberbürgermeisterin ausdrücklich für ihre Unterstützung dankt, ist es schade, wenn gleichzeitig ein Schild vor der Bühne gezeigt wird, auf dem sie mit Nazis verglichen wird. Das Recht auf Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Aber wer Respekt von anderen fordert, sollte selbst respektvoll sein.

TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen
TOP Veranstaltungen

Was ist los in Sachsen und Umland? Wo gibt es was zu erleben? Unsere Top-Veranstaltungen der Woche!

Weiterführende Artikel

100 Prozent Mensch – Ein Fest für Toleranz

100 Prozent Mensch – Ein Fest für Toleranz

Über 6.000 Teilnehmer waren bei der Parade zum Christopher Street Day dabei. Drei Tage lang wurde gefeiert.

Ein großes Streitthema ist in jedem Jahr die Regenbogenflagge vor dem Rathaus. Die Oberbürgermeisterin fühlt sich an die Beflaggungsordnung des Freistaates gebunden. Aber warum haben nicht längst Stadträte von Linken, Grünen oder SPD einen Antrag gestellt? Auch in der CDU hätten sie sicher Unterstützer.