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Kommentar: Sachsen hat geliefert – jetzt braucht’s Geduld

Susanne Sodan über den Lehrermangel in der Oberlausitz

Mehr Geld, mehr Studienplätze, mehr Sicherheit. Es ist viel getan worden, um frühere Fehler in der Schulpolitik Sachsens auszumerzen. Ab Januar 2019 sollen Berufsanfänger und junge Lehrer in Sachsen verbeamtet werden. Die Ausbildung von Seiteneinsteigern ist vielleicht noch nicht das Gelbe vom Ei, aber auch in dem Bereich hat es durch die Vorbereitungskurse Verbesserungen gegeben. All diese Maßnahmen wirken nicht von heute auf morgen und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass bereits dieses Schuljahr die Bautzener Regionalstelle vom Landesamt für Bildung viel mehr Bewerbungen für die Oberlausitz auf den Tisch bekommt. Es gibt auch noch immer Kritikpunkte, gerade ältere Lehrer profitieren weniger von den Veränderungen in der sächsischen Schulpolitik.

Aber insgesamt betrachtet – es hat sich zuletzt viel bewegt. Bleibt zu hoffen, dass sich jetzt auch die Lehrer bewegen, nach Sachsen. Und es bleibt abzuwarten, ob die Maßnahmen ausreichen, um auch in der Oberlausitz etwas zu ändern. Damit junge Lehrer auch eine Stelle annehmen, die nicht für Leipzig oder Dresden ausgeschrieben ist, sondern hier. Es wäre Görlitz jedenfalls zu wünschen. Die Schulen haben mit der Stadt und dem Freistaat schon ausreichend andere Schwierigkeiten zu klären, Ausreichend Lehrer, das wäre in dieser Lage schon eine sehr große Entlastung.