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Kommentar: Suche nach Geld muss weitergehen

Ingo Kramer über die Sanierung im Stadion der Freundschaft

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Die alte Grundregel, dass fast jede Baustelle am Ende teurer wird und länger dauert als gedacht, trifft nun also auch auf das Stadion der Freundschaft zu. In diesem Fall liegt die Verzögerung am Wetter. Dafür kann niemand etwas und so ist auch keinem ein Vorwurf zu machen. Andererseits: Der Winter steht vor der Tür, in dieser Zeit wird das Stadion ohnehin kaum gebraucht. Wichtig ist, dass die Baustelle im Frühling schnell abgeschlossen wird. Doch selbst darauf hat die Stadt nur teilweise Einfluss. Erneut ist sie auf gutes Wetter angewiesen. Wenn die Kunststoffschicht nämlich bei Nässe aufgetragen wird, bilden sich Blasen. So können Sportler, Verwaltung und Baufirma nur auf gutes Wetter hoffen.

Anders sieht es bei den weiteren Bauabschnitten aus. Die Fußballer wünschen sich zwei Trainingsplätze mit Flutlicht. Dafür hat die Stadt bisher weder Geld noch Zeitplan, insofern sind diese Arbeiten bisher noch nicht in Sicht. Wenn sie die Sportler glücklich machen will, sollte die Verwaltung weiter nach geeigneten Förderprogrammen Ausschau halten. Hier könnte sich die Lage des Stadions direkt an der Grenze zu Polen als Vorteil erweisen. Vielleicht findet sich ja ein europäisches Förderprogramm, in das sich die Weiterentwicklung des Stadions der Freundschaft packen lässt.