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Kommentar: Unangenehme Dinge offen ansprechen

Daniela Pfeiffer über den Umgang des BSZ mit Flüchtlingen

Es ist wohl DAS sensibelste Thema dieser Tage überhaupt: Flüchtlinge und der Umgang mit ihnen. Jeder, der mit ihnen zu tun hat – vor allem, wenn es öffentliche Einrichtungen und Schulen sind – wird froh sein, wenn alles reibungslos läuft, es keine Probleme gibt, Verständnis und Dankbarkeit das Miteinander bestimmen. Dass das nicht immer die Realität ist, haben wir alle seit 2015 gelernt.

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Wenn es aber Probleme gibt – ob auf Görlitzer Plätzen oder wie jetzt am Berufsschulzentrum – muss das auch thematisiert werden dürfen, ohne dass gleich Vorwürfe von Aufbauschen oder Stimmung machen laut werden. Wo viele Menschen betroffen sind und sich sorgen, zumindest aber einen Anspruch auf Information haben, ist eine Berichterstattung gerechtfertigt. Schülerrat, Schulleitung und Landkreis haben auf Bitte der SZ alle offen und ausführlich über das Thema gesprochen – wenn vielleicht auch nicht gern. Aber Schüler wie Eltern werden wohlwollend und beruhigt lesen, dass das BSZ eben kein Problem im Umgang mit Flüchtlingen sieht und die Messerattacke als Einzelfall bewertet. Gerade Eltern von Berufsschülern sind selten mal in der Schule, bekommen oft nur mit, was die Kinder daheim erzählen. Ihnen nahe zu bringen, dass weder der Landkreis noch die Schulleitung und der Schülerrat sich ernsthaft Sorgen machen und Stimmung und Miteinander am BSZ als gut und respektvoll bewerten, kann nicht falsch sein.

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