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Kommentar: Weniger ist mehr

Alexander Kempf über die Nieskyer Straßenbeleuchtung

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Die kritischen Stimmen, denen die Stadt nachts zu dunkel ist, werden nie verstummen. Dass sie manchmal so laut wahrgenommen werden, liegt wohl daran, dass die große Masse zufrieden schweigt. Es gibt hinsichtlich der Straßenbeleuchtung ja auch wenig zu kritisieren. Bis 23 Uhr ist das Stadtzentrum hell erleuchtet. Bürger sieht man um die Uhrzeit aber kaum noch auf der Straße. Wenn es also überhaupt eine streitbare Frage gibt, dann doch die, ob Niesky nicht noch früher verdunkeln sollte.

Nach 18 Uhr, hat Stadtrat Bernd Funke gescherzt, wirke Niesky schon sehr verlassen. Das mag ein wenig zugespitzt sein. Im Kern aber hat er Recht. Spätestens wenn um 21 Uhr der letzte Supermarkt im Stadtgebiet schließt, legt sich Niesky schlafen. Würde schon um 21 Uhr verdunkelt, es gebe wohl kaum Protest, denn kaum einer würde davon Notiz nehmen. Die Kritiker versprechen sich indes von mehr Beleuchtung mehr Sicherheit. Im Zweifel verhilft das Ganoven aber nur noch zu besserer Sicht. Wer einbrechen will, der fürchtet keine Straßenlaternen, sondern eher Publikum.

Und das würde es in der Stadt mit mehr Licht auch nicht geben. Also lieber abschalten, Geld sparen und entspannen.