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Kommentar: Zahlen sagen nicht alles

Matthias Klaus über die neue Studie von Prognos und dem ZDF

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In einer neuen deutschlandweiten Studie zur Lebensqualität hat Görlitz die Plätze mit der roten Laterne verlassen.

Na, wenn das mal keine guten Nachrichten sind. Der Landkreis Görlitz ist nicht mehr hintendran, wenn es um die Auswertung diverser Studien diverser Organisationen geht. Im Gegenteil, Görlitz ist im Mittelmaß angekommen. So suggeriert es jedenfalls das aktuelle Papier, das jetzt von Prognos verteilt wurde. Wobei – aktuell ist dabei relativ zu sehen. Manche Daten stammen aus dem Jahr 2015, manche von 2013, die neusten vom Dezember 2017. Da ging es um die Arbeitslosenquote. Studien dieser Art sind immer etwas mit Vorsicht zu genießen. Ja, Prognos und ZDF haben den Anspruch, deutschlandweit exakt dieselben 53 Kriterien zur Lebensqualität verglichen zu haben. Lebensqualität als Zahlenwerk. Demnach lebt es sich zum Beispiel in der Sächsischen Schweiz besser als in Leipzig. Kann sein, muss aber nicht. Nicht überraschend schnitten München, Heidelberg und Starnberg am besten ab. Kennen wir ja, auch aus diversen vorhergehenden Studien. Aber Lebensqualität – das ist vor allem ein Begriff, den jeder für sich selbst definiert. Der eine möchte den Großstadttrubel und kann mit der schönen Natur im Kreis Görlitz so gar nichts anfangen. Der andere möchte seine Ruhe, bezahlbaren Wohnraum und fühlt sich in der Dorfgemeinschaft sauwohl. Lebensqualität – ob die mit Zahlen zu erfassen ist? Wichtig ist das Grundlegende, was Dorf und Stadt eint: ausreichend Arbeit, gute Bildung und vor allem Sicherheit.

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