merken

Kommentar: Zeit für ein Straßenfest

Thomas Staudt über angekündigte und plötzliche Sperrungen

© Wolfgang Wittchen

Zum 1. März war sie angekündigt. Nun kommt sie womöglich doch früher: die Baustelle an der Jänkendorfer Kreuzung. Auch wenn das wegen der Totalsperrung der Görlitzer Straße mit Umwegen und einem daraus möglicherweise resultierenden Verkehrschaos verbunden sein sollte, ist der frühe Baubeginn – wenn er denn klappt – sicher eine kluge Entscheidung. Je eher die Kreuzung wieder frei ist, desto besser. Man stelle sich nur vor, die Sperrung der B115 würde pünktlich zum 1. August beginnen und die Sperrung in der Görlitzer Straße wäre noch nicht aufgehoben. Dann ginge aus Niesky raus und in die Stadt hinein nur noch etwas über Schleichwege.

Arbeiten in Görlitz

Ob Arbeitsplatz, Ausbildung, Studium, Job für zwischendurch, Freiwilligendienst oder Ehrenamt: In Görlitz gibt es jede Menge gute Jobs!

Aber dass der Bypass an der Jänkendorfer Kreuzung plötzlich und unerwartet unter Vollsperrung der Görlitzer Straße gebaut werden soll, nachdem bisher stets kommuniziert wurde, die Kreuzung bleibbe von und in alle Richtungen befahrbar, muss verwundern. Geht da jemand auf Dummfang? Nach dem Motto, wenn wir‘s erst kurz vor knapp im Nebensatz verkünden, fällt‘s keinem mehr auf? Auch die Ankündigung, der Umleitungsverkehr der B115 fließe ab 1. August durch Nieskys Zentrum, löste Empörung aus. Was hätten die Nieskyer wohl gesagt, wenn sie von vornherein von der einer weiteren Belastung gewusst hätten?

Andererseits: Bleibt die Görlitzer Straße für ein paar Wochen gesperrt, wird es sehr ruhig auf der Straße. Auch keine schlechte Aussicht. Die Ruhe vor dem Sturm, sozusagen. Und eigentlich allerhöchste Zeit für ein Straßenfest, bevor ab August die Automassen die Straße fluten.