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Kommentar: Zu wenig Informationen

Alexander Kempf über mangelnde Aufklärung der Nieskyer Verwaltung

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Seit die Probleme mit den zu hohen Formaldehyd-Werten in der Nieskyer Oberschule aufgetreten sind, hat die Stadt Messungen durchführen lassen. Dafür muss man das Rathaus nicht loben, denn das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dass die Grenzwerte am 4. August, also genau einen Tag vor dem Ende der Sommerferien, überschritten worden sind, überrascht nicht. Über die freien Tage sind die Räume weniger gelüftet worden. Das hat die Oberbürgermeisterin gegenüber den Stadträten selbst eingeräumt. Auch die Hoffnung, das Problem mit dem Putzlappen wegzuwischen, hat sich nicht erfüllt. Darum ist dem Rathaus gar kein anderer Ausweg geblieben, als die Kabinette zu schließen.

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Dass die Skepsis gegenüber der Nieskyer Verwaltung nun steigt, ist ein hausgemachtes Problem. Was hätte dagegen gesprochen, schon die Werte zum Ferienende der Öffentlichkeit eher mitzuteilen? Gar nichts. Die Stadtverwaltung will gerne möglichst geräuschlos arbeiten. Egal, ob die Krippen-Gebühr erhöht wird oder die Kosten für das Eisstadion steigen – spannend wird es immer hinter verschlossenen Türen. Wenn nun schon Stadträte über Informationsmangel klagen, dann passt das ins Bild. Mit der Gesundheit der Kinder ist aber nicht zu spaßen. Bis heute wird zum Beispiel hartnäckig über das Schicksal einer erkrankten Lehrerin in der Oberschule spekuliert. Im Fall des Anbaus an die Oberschule sind noch zu viele Fragen ungeklärt.

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