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Kommt die freie Schulwahl für alle?

Bautzen und Göda wollen ab 2019 einen gemeinsamen Schulbezirk bilden. Ende Juni wird darüber abgestimmt.

© dpa

Bautzen/Göda. Das Ende des Schuljahres naht, die Schüler freuen sich auf die Sommerferien, die meisten Vorschulkinder wohl aber eher auf deren Ende – und auf die Zuckertüte zur Einschulung. Aber auch für die Eltern der Kinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden, wird es langsam ernst. Bereits Ende August müssen sie ihr Kind an einer Grundschule anmelden. In Bautzen haben sie dabei freie Wahl.

Sie sind seit vorigem Jahr nicht mehr an eine ihrem Wohnort zugeordnete Schule gebunden, sondern können sich für eine der vier städtischen Grundschulen entscheiden. Für einen Teil der Bautzener gilt das bisher allerdings nicht. Denn die westlich gelegenen ländlichen Ortsteile wie Stiebitz, Salzenforst, Kleinwelka sind seit 2015 der Grundschule Göda zugeordnet. Die Stadt hat dazu mit der Nachbargemeinde eine Vereinbarung geschlossen, weil der Platz in ihren eigenen Schulen knapp geworden ist. Mittlerweile gehen etwa 100 Bautzener Kinder in die Grundschule Göda.

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Die Absicht, die Vereinbarung zwischen Bautzen und Göda bis 2030 zu verlängern, hatte voriges Jahr für Verärgerung gesorgt, unter anderem in Stiebitz. Kritisiert wurde eine Ungleichbehandlung der Eltern innerhalb der Stadt: Die einen sollten freie Wahl haben, die anderen nicht. Die Lösung: ein gemeinsamer Schulbezirk mit Göda.

Der Gödaer Gemeinderat hat diesem Ansinnen bereits im November zugestimmt. Die Beschlussfassung durch den Bautzener Stadtrat steht aber noch aus. Das Thema wird derzeit in den Ortschaftsräten – unter anderem am heutigen Dienstag in Stiebitz – diskutiert. Am 20. Juni, bestätigt Rathaussprecher André Wucht, soll dann der Stadtrat entscheiden. Stimmt er zu, hätten tatsächlich alle Bautzener ab dem Schuljahr 2019/20 die freie Wahl zwischen fünf Grundschulen. Und auch Bewohner der Gemeinde Göda könnten ihr Kind entweder in Göda oder aber in einer der städtischen Grundschulen anmelden. (SZ/MSM)