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Wird das Gemeindeamt aufgestockt?

Wachauer Gemeinderäte diskutieren über die Teichstraße 2. Eine halbe Million Euro ist im Haushaltsentwurf veranschlagt.

© Thorsten Eckert

Thomas Drendel

Wachau. Das Gebiet zwischen dem Gemeindeamt und dem Schloss in Wachau wird sich in den nächsten Jahren gewaltig verändern. Im Entwurf des Haushalts 2016 sind bereits eine halbe Million Euro für die Umgestaltung der Teichstraße 2 vorgesehen. Dabei handelt es sich um das Gebäude hinter dem Erbgericht. Zurzeit ist darin eine Zahnarztpraxis untergebracht. Auch eine kleine Turnhalle befindet sich in dem Haus. Mit dem in die Jahre gekommenen Bauwerk hat Wachau viel vor. Hier soll der neue Verwaltungssitz mit ausreichendem Platz für die Mitarbeiter entstehen. Bibliothek und ein Versammlungsraum werden ebenfalls untergebracht.

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Umsetzung noch offen

Die Richtung ist klar. Wie die genaue Umsetzung erfolgen soll, ist dagegen noch offen. Ursprünglich war vorgesehen, in dieser Woche den Planungsauftrag zu vergeben. Von Lothar Israel von der Offenen Bürgerliste (OBL) kam jedoch Einspruch. „Weshalb sollen wir jetzt schon den Auftrag für weitreichende Planungen vergeben. Wir müssen doch erst wissen, wie viele Räume benötigt werden und welche Größe sie haben sollen“, sagte er. Davon hänge auch ab, ob eine bereits diskutierte Aufstockung des Hauses notwendig wird. „Das ist eine grundsätzliche Frage, bei der es um viel Geld geht. Erst wenn die Raumaufteilung klar ist, erst dann sollte die Detailplanung beginnen.“

Außerdem müsse geklärt werden, ob die Arztpraxis nach der Umgestaltung weiter in dem Haus bleibt. Ähnlicher Meinung ist Gemeinderat Gert Tauchmann (OBL). „Wenn wir jetzt planen lassen und uns erst danach entscheiden, wie die Räume aufgeteilt werden, müssen die Planer noch einmal ran. Das könnte die Kosten nach oben treiben“, sagte er. CDU-Gemeinderat Robert Zukowski weist darauf hin, dass es schon erste Entwürfe für den Umbau gegeben habe. „Die können wir doch als Grundlage für die Diskussion nehmen. Wir sollten bei einem so großen Vorhaben von Anfang an auf die Kosten achten.“

Der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU) folgt den Argumenten. Die Aufträge für die Planungen werden noch nicht vergeben. Jetzt soll erst im Ortschaftsrat, im Technischen Ausschuss und im Gemeinderat diskutiert werden, wie die Räume genau verteilt werden. „Die Zeit dafür haben wir“, sagte er.

Förderprogramm hilft

Bei der Umgestaltung der Ortsmitte kann Wachau über erhebliche Mittel verfügen. Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Sächsische Aufbaubank (SAB) Wachau in das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ aufgenommen. Damit fließen bis zu zwei Millionen Euro in die Gemeinde. Wachau muss eine ebenso hohe Summe beisteuern. Neben dem Ausbau der Teichstraße 2 soll das alte Feuerwehrgebäude weichen und ein neues in der Nähe der Grundschule entstehen.

Auch eine Sanierung des Wachauer Freibades ist in die Pläne aufgenommen worden, obwohl es nicht unmittelbar im Zentrum des Ortes liegt. Auch die Außenanlagen werden verändert. So soll der zentrale Dorfplatz hinter dem jetzigen Feuerwehrgerätehaus angelegt werden. An der jetzigen Feuerwache wird das unterirdisch verlaufende Flüsschen Orla offen gelegt. Die Pläne reichen bis zu einer Umgestaltung der Wärmeversorgung. So ist vorgesehen, ein Kleinkraftwerk zu errichten, das sowohl Wärme als auch Strom erzeugt.