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Kommt Helmpflicht bei E-Rädern?

Trotz aller Appelle ist die Mehrzahl der Radler nach wie vor ohne Kopfschutz unterwegs. SPD-Verkehrsexperte Burkert hält daher eine Helmpflicht für überlegenswert - zumindest bei bestimmten Fahrradtypen.

© dpa

Berlin. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert, hat eine Helmpflicht fürs Fahren von Elektrorädern ins Gespräch gebracht. „Fahrradhelme sind Lebensretter“, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Leider gebe es jedoch immer noch viel zu wenig Helmträger. „Ich persönlich kann mir eine Helmpflicht vor allem für E-Bike- und Pedelec-Fahrer vorstellen“, sagte Burkert. Er verbinde dies aber mit einem „Appell an die Vernunft eines jeden einzelnen, dies auch ohne Pflicht zu tun“. Entscheidend sei, dass es in Zukunft weniger Tote und Verletzte gebe.

Union und SPD wollen laut Koalitionsvertrag „darauf hinwirken, dass deutlich mehr Fahrradfahrer Helm tragen“. Nach jüngsten Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen von 2012 sind über alle Altersgruppen hinweg 13 Prozent der Fahrradfahrer mit Schutzhelm unterwegs. Im Jahr zuvor waren es elf Prozent.

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ADFC gegen Helmpflicht

Fahrräder mit ergänzendem Elektroantrieb, die relativ leicht auf ein höheres Tempo kommen, werden zusehends beliebter. Bei Pedelecs unterstützt ein E-Motor den Fahrer beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. Daneben gibt es E-Bikes, die auch fahren, ohne dass man in die Pedale tritt.

Über eine Helmpflicht für Radler wird seit längerem diskutiert. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) lehnt eine solche Pflicht ab. Sie sei nicht durchzusetzen und zu kontrollieren, würde aber die Fahrradnutzung senken und zu mehr Autoverkehr führen. Um das generelle Unfallrisiko zu verringern, sollte vor allem die Verkehrsplanung radfahrerfreundlicher werden, argumentiert die Interessenvertretung

Der Ausschussvorsitzende Burkert sagte: „Ich freue mich darüber, dass die große Koalition dem Verkehrsträger Fahrrad wieder mehr Bedeutung zukommen lässt.“ Vielen Bürgern falle ein schlechter Zustand der Verkehrswege auf, auch bei Radwegen. Daher sei die Bundesregierung „gut beraten, mehr Finanzmittel in die Hand zu nehmen“. Union und SPD wollen unter anderem das Netz der Radwege an Bundesstraßen und Bundeswasserstraßen ausbauen. (dpa)