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Sachsen

Kommunen haben viel Streusalz übrig

Schnee und Eis haben den Verkehr auf Sachsens Straßen im vergangenen Winter nur selten behindert.

In Sachsen ist noch jede Menge Streusalz übrig.
In Sachsen ist noch jede Menge Streusalz übrig. © dpa/Jens Kalaene

Dresden. Nach einem nicht allzu kalten Winter mit wenig Schnee und Eis auf den Straßen sind die Streusalzlager der Kommunen noch gut gefüllt. Der Winterdienst beschränkte sich oft auf Kontrollfahrten, um die von gefrierender Nässe sowie Reif herrührende Glätte auf Brücken und ungünstig gelegenen Straßenabschnitten zu beseitigen, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei den Kommunen.

In Dresden ist der Winterdienst nach Angaben der Stadt seit November 2019 an 36 Tagen zu Einsätzen ausgerückt und hat dabei im Stadtgebiet etwa 170 Tonnen Salz gestreut, etwa 5.000 Tonnen für den Winter eingelagert worden. Zum Vergleich: Im Winter der 2018/19 wurden 3.144 Tonnen Salz verbraucht. Was nicht verbraucht wurde, bleibe bis zum nächsten Winter in den Lagerhallen. Nach jetzigem Stand müssten nur geringe Mengen nachbestellt werden. Neben Splitt wurde unter anderem Granulat auf Radwegen verwendet und Blähton auf Teilstücken des Elberadweges sowie auf der Oberstromseite des Gehweges an der Loschwitzer Brücke.

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Ähnlich wie in Dresden hatte es der Winterdienst der Stadtreinigung Leipzig nach eigenen Angaben ausschließlich mit überfrorener Nässe, Restnässe, sowie mit Reifbildung an exponierten Stellen wie etwa auf Brücken zu tun. «Bei feuchten Wetterlagen bewegten sich die Temperaturen oft um Null Grad. Dadurch ist es stellenweisen zu Reif- und Glättebildung gekommen», hieß es. Oft blieb es bei morgendlichen Kontrollfahrten. Die Mitarbeiter seien dennoch beschäftigt gewesen. Denn wenn es auch keinen Schnee gab, so musste doch die Straße gereinigt werden. In Chemnitz sind laut Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) von den vor Winterbeginn eingelagerten etwa 6400 Tonnen Streusalz noch etwa 5450 Tonnen im Lager.

Selbst in den sächsischen Mittelgebirgen, in denen es zumindest hin und wieder geschneit hatte, ist noch recht viel Salz übrig. «Nur vereinzelt kam es in den tieferen Regionen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zu Schneefällen, die weiträumiges Räumen und Streuen erforderlich machten», sagte die Amtsleiterin für Straßen und Hochbau, Martina Aurisch. In den vier Straßenmeistereien habe es im Durchschnitt rund 90 Räum- und Streutage gegeben. Verglichen mit der Winterdienst-Saison 2018/2019 seien das etwa 50 Einsatztage weniger. Im Wintersportort Altenberg im oberen Berglandes seien bei der Straßenmeisterei jedoch immerhin 124 Räum- und Streutage angefallen.

«Aus der Erfahrung heraus, kann auch noch Ende März und Anfang April mit einer Rückkehr des Winters ins Osterzgebirge gerechnet werden. Fehlendes Streusalz haben wir auch zukünftig nicht zu befürchten», sagte Aurisch. «Die Lagerhallen in den Straßenmeistereien sind bis unter das Dach gefüllt.» Demnach wurden in der gesamten Periode 2019/2020 etwa 4.000 Tonnen Streusalz verbraucht, rund ein Drittel der Vorjahres-Saison.

Zumeist nur leichter Frost und Niederschläge verursachten im Landkreis Zwickau solche Straßenverhältnisse, die an 118 Tagen Winterdienst erforderlich machten. Dabei wurden 975 Tonnen Streusalz verbraucht, etwa ein Drittel der vorhergehenden Winter. Jedoch könne es auch im April noch zu Wintereinbrüchen kommen, hieß es. Im Kreis Mittelsachsen wurde 4.400 Tonnen Salz verbraucht, noch gut 5.500 Tonnen sind im Lager.

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Im Landkreis Bautzen im östlichen Teil Sachsens wurden 1.320 Tonnen Streusalz verbraucht. Zum Vergleich: In anderen Wintern waren es zwischen 5.000 Tonnen und 9.000 Tonnen. Die rund 120 Tage Winterdienst lägen jedoch etwa im Schnitt der vergangenen Jahre. Die Kosten fielen mit Kosten etwa 1,2 Millionen Euro etwas geringer aus. «Nach erstem Überblick kann man von einem Winter sprechen, der eigentlich keiner war», hieß es.

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