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Kommwohnen wird Café-Betreiber

Nach der vergeblichen Pächtersuche für das Bistro im Hafen macht es der Görlitzer Großvermieter selbst.

© Nikolai Schmidt

Von Sebastian Beutler

Görlitz. Jetzt nimmt Kommwohnen doch das gesamte Hafenareal unter eigene Regie. Wie der städtische Großvermieter am Mittwoch mitteilte, wird die Kommwohnen Dienste GmbH das Hafengebäude in Tauchritz betreiben. Im bislang ungenutzten Teil soll ein Café entstehen. Eröffnung wird den Angaben zufolge voraussichtlich noch im ersten Halbjahr dieses Jahres gefeiert. Schon Anfang April hatte Kommwohnen auch den Hafenbetrieb und die Bootsliegeplätze übernommen. Am Südufer des Bassins plant Kommwohnen den Bau von Ferien- und Dauerwohnungen.

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Kommwohnen zieht nun die Konsequenzen aus den sich hinziehenden und letztlich aber vergeblichen Gesprächen mit Interessenten für das Bistro im Hafen. Schon nach der Ausschreibung hatte es Kritik am Zuschnitt der Räume gegeben, doch hatte sich Kommwohnen-Geschäftsführer Arne Myckert noch im Juni vergangenen Jahres gegenüber der SZ optimistisch gezeigt, einen Betreiber für das Bistro zu bekommen. Schließlich lagen aber die Interessen aller Beteiligten zu weit auseinander. „Die Umbauvorstellungen der Interessenten waren zu gewaltig“, sagt Kommwohnen-Geschäftsführer Arne Myckert. Zumal der Großvermieter nach seinen Angaben in den Bau 1,5 Millionen Euro gesteckt hatte, 500 000 Euro mehr als geplant. „Daher haben wir uns als eine mögliche Alternative mit dem Gedanken befasst, das Gebäude als Bistro selbst zu betreiben“, sagt Myckert.

Die Entscheidung sei dem Unternehmen nicht leicht gefallen, da das ursprüngliche Konzept für das Hafengebäude etwas anderes vorsah. Zusätzlich habe Mitte März die überraschende Anfrage der bisherigen Hafenbetreiber von der Marina Görlitz UG nach einem vorzeitigen Ende des Betreibervertrags diese Überlegungen verlängert. Denn es stand die Frage im Raum, als Kommwohnen nur Liegeplätze und Kiosk zu betreiben oder gleich das gesamte Areal. „Damit mussten wir uns erst eine Zeit lang in Ruhe befassen und haben nun die Entscheidung für Letzteres getroffen“, so Arne Myckert.

Das Café wird vom Team der Alten Herberge/Villa Ephraim übernommen. Es habe bereits mit Gastronomie und Beherbergung Erfahrungen gesammelt, wird aber auch neue Mitarbeiter benötigen.

Der Kiosk im Hafengebäude, der schon im Spätsommer von den damaligen Hafenbetreibern an den Wochenenden zeitweise geöffnet wurde, soll nach Angaben von Kommwohnen-Sprecherin Jenny Thümmler ab Ende Mai wieder zur Verfügung stehen. Doch gebe es hier noch offene Fragen zu den Öffnungszeiten.