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Komplizen von mutmaßlichem Pethauer Hanfbauern zu Haftstrafen verurteilt

Der 33-Jährige, der 2016 bei einem SEK-Einsatz in dem Zittauer Ortsteil aufflog, ist krank und verhandlungsunfähig.

© dpa/dpaweb

Von Thomas Mielke

Zwei Jahre nach einer konzentrierten Polizeiaktion gegen ein Drogenhändler-Netzwerk in ganz Deutschland, darunter im Zittauer Ortsteil Pethau, sind die meisten der Täter verurteilt. Nach Angaben des Landgerichts Potsdam sitzen inzwischen sechs Männer wegen Einfuhr, Handels mit Betäubungsmitteln – zum Teil mit Waffen – und Beihilfe zwischen drei Jahren, drei Monaten und neun Jahren, neun Monaten hinter Gittern. Über den Zittauer wurde indes noch nicht gerichtet. „Das Verfahren gegen den Täter aus Zittau wurde abgetrennt, weil dieser schwerwiegend erkrankt und verhandlungsunfähig beziehungsweise nur eingeschränkt verhandlungsfähig war“, heißt es in der Antwort des Potsdamer Gerichts auf die SZ-Anfrage. Vorgeworfen würden ihm der Handel mit Cannabis und Amphetaminen sowie der Betrieb einer Aufzuchtanlage für Cannabispflanzen.

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In der Nacht zum 17. Januar 2016 hatten Kräfte des SEK Sachsen und der Polizeidirektion Görlitz im Auftrag der Staatsanwaltschaft Potsdam das Mehrfamilienhaus Hauptstraße 43 in Pethau gestürmt, eine Hanfplantage mit 290 Pflanzen entdeckt und den heute 33-jährigen Deutschen festgenommen. Zeitgleich waren rund 120 Polizisten in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen im Einsatz, um den Drogenhändlerring durch Festnahmen und das Sichern von Beweisen zu zerschlagen.