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Dresden

Kompromiss bei den Hufewiesen in Sicht

Nach Unstimmigkeiten zur konkreten Bebauung kündigt die Stadt nun eine Lösung an. 

Bei den Hufewiesen - hier auf einem Archivbild - könnte es einen Kompromiss geben. © Christian Juppe

Für die Hufewiesen scheint eine Lösung in greifbarer Nähe. Wie das Stadtplanungsamt mitteilt, läuft die Abstimmung mit den Eigentümern und Planern für die Trachauer Freifläche auf das Ende zu: „Eine konsensfähige Lösung ist jetzt in Sicht.“ Zuletzt sind die Pläne ins Stocken geraten, weil sich Investor und Stadt nicht auf ein Bebauungskonzept einigen konnten. Schon im März sollte ein Plan vorliegen, immer wieder hat sich aber der Termin verzögert.

Die anfänglichen Unstimmigkeiten hat Anja Osiander vom Verein Hufewiesen beobachtet. Seit Monaten begleitet sie den Prozess aufmerksam. „Im Frühjahr hatte es Irritationen wegen der Bebauung gegeben“, so Osiander. Ein Vorschlag des Investors, der Adler Real Estate AG, wurde von der Stadtverwaltung abgelehnt, ein Gegenvorschlag fand wiederum bei dem Immobilienunternehmen keinen Zuspruch, weil weniger Geschosse für die entstehenden Häuser geplant wurden. Konkret ging es um die Anordnung der neuen Gebäude auf der Westseite der Hufewiesen.

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Generell laufe die Zusammenarbeit sehr produktiv, erklärt Osiander. Vonseiten des Investors habe es bereits einen Vorschlag für einen Workshop mit Bürgern und Engagierten gegeben, um über die Gestaltung des Hufewiesen-Grünstücks zu beraten. „Wir freuen uns über die kooperative Zusammenarbeit“, sagt Osiander, die mit ihrem Verein dafür eintritt, weiterhin aktiv an der Planung beteiligt zu werden. Laut Stadtverwaltung soll noch in diesem Jahr ein Bebauungsplan öffentlich vorgestellt werden. Auf eine frühzeitige Beteiligung und gemeinsame Diskussion werde Wert gelegt, heißt es. „Den Eigentümern im Gebiet wurden die Planungsabsichten und der Planungsstand erläutert“, so die Stadt. 

2018 hatte der Stadtrat beschlossen, dass ein Großteil der Fläche grün bleiben soll und nur ein kleinerer Teil bebaut werden darf. Kritik und Protest von Anwohnern und Engagierten hatten für ein Einlenken von Investor und Stadtplanern gesorgt. Die Adler Real Estate hatte die Trachauer Fläche 2011 gekauft. 

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