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Bauen und Wohnen

Konträre Wohntrends

Minimalismus oder Maximalismus? Auftürmen oder reduzieren?

© Bildautor: Ferenc Keresi

Bunt mixen oder klar strukturieren? Wer seine Wohnung neu einrichten möchte, kann aus den derzeitigen Einrichtungsstilen das beste Konzept auswählen. Lange Zeit galt der Minimalismus als beliebtester Wohntrend. Aufgeräumt, gemütlich und klar kommt dieser Stil daher. Er hilft außerdem dabei, Überflüssiges zu beseitigen und so den Kopf zu befreien. Dem entgegen steht der üppige Maximalismus: Bunt, wild gemixt und opulent zeigt dieser Wohntrend, dass nicht nur Purismus schön ist. Doch wie findet man den richtigen Stil für sich? Und welche Vor- oder Nachteile haben beide Trends?

Minimalismus: Die Kunst des Weglassens

Natürlich gibt es keine festgelegten Regeln, wie man den minimalistischen Wohntrend zu betrachten hat. Dennoch sollte man ein paar Dinge beachten, damit sich der Wohntrend schön umsetzen lässt.

• Weniger ist mehr! Wer sich von überflüssigen Möbelstücken, Deko und persönlichem Krimskrams trennt, legt einen guten Grundstein für klare Strukturen im Raum.

Monochrome Farben: Schwarz, Grau und Weiß im Zusammenspiel mit Naturholz kreieren eine freundliche Atmosphäre. Farbliche Akzente sind gerne erlaubt, solange sie sich harmonisch in den schlichten Wohnstil eingliedern lassen.

• Besonders der Landhausstil eignet sich, um einen hellen und idyllischen Wohnstil umzusetzen. Der Landhausstil ist rustikal und orientiert sich hauptsächlich an klassischen Formgebungen. Natürliche Stoffe wie Holz, Baumwolle oder Rattan finden sich in der Einrichtung und in Wohnaccessoires wieder. Ein Esszimmer im Landhausstil zeichnet sich zum Beispiel durch rustikale Esstische, Vitrinenschränke sowie helle Farben aus und orientiert sich am beliebten Hygge-Trend, wer mehr darüber erfahren möchte, kann das beispielsweise auf dieser Seite.

• Diese gut geordneten Räume in hellen Farben wirken nicht nur freundlich, sondern vergrößern optisch den Raum zusätzlich, wirken beruhigend und können dazu beitragen, dass man eher zur Ruhe kommt, als in buntgemischten Wohnräumen.

Stilmix, Muster und Farbe! Maximalismus erfordert Mut zu mehr

Wer Lust auf mehr von allem hat, der fühlt sich mit dem minimalistischen Wohntrend richtig wohl. Vor allem Freunde von kräftigen Farben, auffälligen Stoffen und opulenten Stilen, können hier glücklich werden.

Stilmix? Ja bitte! Denn Maximalismus ist nicht nur für Leute, die sich nicht festlegen wollen, sondern auch für Wohnfreunde, die auf einen individuellen Einrichtungsstil Wert legen. Da kann das Barock-Sofa neben einem skandinavischen Tisch mit Stühlen im Vintage-Stil stehen. Erlaubt ist, was gefällt und Spaß macht.

• Farbe bekennen! Auch der Farbwahl sind keine Grenzen gesetzt. Es muss nicht auf Teufel komm raus bunt und verrückt werden. Trotzdem können Farben wie Pink, Blau oder Grün im Maximalismus wunderbar nebeneinander existieren. Starke Kontraste können zusätzlich tolle Highlights setzen.

Ein schöner Mustermix ist ebenfalls erwünscht. Ob kariert, gestreift oder ein klassisches Blümchenmuster, es darf die Lieblings-Verzierung gewählt werden. Mutige mixen gleich unterschiedliche Muster miteinander und verpassen ihrem Wohnraum einen Patchwork-Look.

• Besonders bei Polstermöbeln oder Wohnaccessoires können auch Stoffe gut untereinander kombiniert werden. Satin, Samt, Baumwolle oder Leinen müssen nicht mehr voneinander ferngehalten werden. Endlich auch ein haptisches Highlight neben der auffälligen Optik!

Mehr oder weniger: Was ist nun besser?

Zugegeben, ob man sich für Mini- oder Maximalismus entscheidet ist natürlich eine reine Geschmacksfrage. Wer sich für einen maximalistischen Stil erwärmen kann, hat keine visuellen Regeln zu befolgen, sondern richtet sich nach persönlichen Vorlieben. Das kann allerdings zur Folge haben, dass das Zimmer schnell unordentlich aussieht und dadurch kleiner wirkt.

Beim minimalistischen Wohntrend steht das Ausmisten an erster Stelle und kann zu einem nervigen Hindernis werden. Man sollte stets ein Auge darauf haben, dass die persönlichen Schätze im begrenzten Mobiliar gut verstaut werden können, ohne Unordnung zu hinterlassen.

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Autor: Melanie Tso.

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