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Kostenfrei ins Internet

Wer in der Innenstadt von Bischofswerda unterwegs ist, kann mit Smartphone, Tablet oder Laptop jetzt über einen Hotspot surfen. Ein Versuch.

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© Steffen Unger

Von Sylvia Gebauer

Bischofswerda. Das eigene Datenvolumen ist aufgebraucht, schnelles Surfen im Internet ist mit dem Handy nicht mehr möglich. Wer in Bischofswerda vor diesem Problem steht, kann sich zumindest auf dem Altmarkt ins offene WLAN-Netz einloggen. Und das seit Dienstag kostenfrei.

Schnell hat das Handy die beiden offenen Netzwerke gefunden. „Bischofswerda2“ und „Bischofswerda5“ stehen zur Auswahl. Ich entscheide mich für die Fünf-Gigahertz-Frequenz. Das Signal ist besser. Die Anmeldung ist unkompliziert. Nach dem Einwählen öffnet sich der Internetexplorer meines Handys. Aber ohne Zustimmung der AGBs kein Surfen. Zehn Punkte enthalten die Nutzungsbedingungen. Mit seiner Zustimmung verpflichtet sich der Nutzer unter anderem dazu, keine rechtswidrigen Seiten aufzurufen oder Downloads durchzuführen, die gegen Rechte Dritter verstoßen. Ich stimme zu. Ein weiteres Fenster öffnet sich. Restzeit 59 Minuten und 54 Sekunden. Der drahtlose Internetzugang ist für eine Stunde freigeschaltet. Danach wird er unterbrochen. Dreimal täglich darf ich mich kostenfrei in dieses Netz einwählen. Gleichzeitig dürfen 150 Nutzer über den Hotspot surfen. Schnell werden die ausgewählten Internetseiten aufgerufen. Auch ein Standortwechsel bringt keine Unterbrechung. Zumindest der Altmarkt ist abgedeckt. Bis zur Christuskirche habe ich es getestet, dann ist die Verbindung weg.

Stadt muss nichts bezahlen

Installiert hat den Hotspot die Info-Kabel GmbH. Die Firma ist durch die Bundesnetzagentur lizenziert und darf daher Hotspots aufstellen. „Diese Innovation kostet uns als Stadt keinen Cent“, darauf weist Oberbürgermeister Holm Große noch einmal hin. Auf unserer SZ-Facebook-Seite wurde über die Neuerung diskutiert. „Zeitgemäß!“, schreibt Stephan Wehner. Lydi Helas weist auf eine Sache hin: „Da wird man bald nur noch die Leute, die im Sommer in den Bars, und was es noch alles gibt, am Handy hängen sehen und die Kommunikation wird dann gleich null sein“. Ganz so schlimm wird es in Bischofswerda bestimmt nicht werden.