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Sebnitz
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Kostenloses WLAN ab Herbst in Sebnitz

Noch in diesem Jahr sollen erste Hotspots installiert werden. Auch beim schnellen Netz für die Dörfer gibt’s Fortschritte.

Von Dirk Schulze
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Kein Daten-Empfang? In Sebnitz wird es bald besser.
Kein Daten-Empfang? In Sebnitz wird es bald besser. © Norbert Millauer

Für die Sommerurlauber klappt es nicht mehr rechtzeitig, doch mit etwas Glück können die Wandergäste in der Herbstsaison – und mit ihnen natürlich alle Einwohner – von der neuen Technik profitieren. Bis zum Jahresende sollen die ersten öffentlichen WLAN-Hotspots in Sebnitz und seinen Ortsteilen online sein. An insgesamt 18 Stellen will die Stadt die kostenlosen Internetzugänge installieren. Der Fördermittelbescheid aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium ging vergangene Woche im Sebnitzer Rathaus ein. Finanziell steh dem Projekt somit nichts mehr im Wege. 325 000 Euro sind kalkuliert.

Dafür soll an 18 touristisch relevanten Standorten ein kostenfreies WLAN eingerichtet werden. Dazu zählen unter anderem der Sebnitzer Markt, die Kunstblumenmanufaktur, die Dorfgemeinschaftshäuser in Mittelndorf, Ottendorf und Saupsdorf sowie das Sport- und Freizeitzentrum Solivital, das Kinder- und Jugenderholungszentrum Kiez und Ausflugsziele wie der Lichtenhainer Wasserfall und das technische Denkmal Neumannmühle im Kirnitzschtal oder der Weifbergturm in Hinterhermsdorf.

Bei den Letztgenannten dürfte sich die Anbindung noch deutlich bis ins Jahr 2020 hinziehen, da dort die nötige Infrastruktur noch fehlt. In den zentrumsnahen Standorten, wo bereits Glasfaserkabel liegen, scheint die Umsetzung noch 2019 aber realistisch. Im August will das Rathaus die Aufträge vergeben, wie Hauptverwaltungsleiter Ronald Kretzschmar erklärte. Danach werden sie schrittweise abgearbeitet.

Für das Schließen der weißen Flecken im Glasfasernetz – das betrifft all jene Gebbiete, in denen aktuell weniger als 30 Mbit pro Sekunden anliegen und in denen kein Anbieter in den kommenden drei Jahren von sich aus investieren will – sind die Fördermittel längst genehmigt, insgesamt rund zwei Millionen Euro. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Stadt nicht am Breitbandprojekt des Landkreises beteiligt. Sebnitz ist hier schon einen Schritt weiter. Derzeit wird die europaweite Ausschreibung vorbereitet, sie soll im Juli oder August veröffentlicht werden. Je nachdem, wie viele Unternehmen sich beteiligen, könnten erste Bauarbeiten noch 2019 beginnen – im Idealfall. Profitieren könnte davon vor allem Mittelndorf sowie einige Randlagen im Stadtgebiet, wo sich der Ausbau für kommerzielle Anbieter nicht lohnt. In den übrigen Ortslagen hat die Telekom von sich aus einen weiteren Ausbau angekündigt, deshalb gib es hierfür keine staatlichen Fördergelder.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/pirna und www.sächsische.de/sebnitz vorbei.

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