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Augusto

Kräuter für die Frühlingsküche

Die Tage werden wieder länger, die Natur erwacht langsam aber sicher aus ihrem Winterschlaf. Auch auf dem Teller tut sich etwas.

© © Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock (Symbolfoto)

Überall spitzen die grünen Knospen und ersten Blättchen hervor. Auch der Appetit auf frisches Gemüse und leichte Speisen kehrt zurück. Spargel, Fisch und die ersten Frühjahrskartoffeln – diese Komponenten dominieren die Frühlingsküche. Welche Kräuter die perfekte Ergänzung zu diesen Gerichten sind und ihnen den letzten Schliff verleihen, das erklären wir hier. 

Selbst anpflanzen

Frische Kräuter können ganz leicht selbst gezogen werden. Das gelingt im Garten genauso wie auf dem Balkon oder am Küchenfenster. In der Regel sind Kräuter sehr pflegeleicht. Sie benötigen nur etwas frische Erde und das passende Plätzchen. Das Wichtigste zum Beispiel bei mediterranen Pflanzen ist ein sonniger Ort. Andere Sorten mögen es lieber etwas schattiger. Diese Hinweise sind auf den jeweiligen Samenpäckchen vermerkt. Das sind die beliebtesten Küchenkräuter für die Frühlingsküche:

- Schnittlauch: Der kleine Bruder vom Speiselauch ist vielseitig einsetzbar. Egal ob im Kräuterquark, auf dem Butterbrot oder zu frischen Kartoffeln mit Butter und Spargel – das Kraut verleiht immer eine feine Note. Schnittlauch ist winterhart, sehr genügsam und mehrjährig, das heißt er kann das ganze Jahr über draußen bleiben.

- Basilikum: Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Sorten von Basilikum. Diese reichen von kleinblättrigem Zitronenbasilikum über den Klassiker bis hin zu rot-blättrigen Sorten. Besonders mediterrane Speisen lassen sich damit wunderbar abrunden. Wichtig ist bei diesem Kraut vor allem der optimale Standort und ausreichend Wasser. Dabei darf es dem Kraut an den Füßen allerdings nicht zu nass sein.

- Petersilie: Auch dieses Kraut ist winterhart und schiebt die frischen Blätter meist schon bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen aus dem Boden. Hervorragend passt Petersilie zu Salzkartoffeln oder zu einer frischen Bachforelle. Ein Highlight im Frühjahr ist sie in grünen Smoothies.

Wer frische Kräuter auf dem Balkon oder Garten selbst anbaut, der profitiert nicht nur im Frühjahr davon. Das ganze Jahr über können die Kräuter genutzt werden. Getrocknet ersetzen sie sogar ganze Gewürzmischungen. Tolle Anregungen und Empfehlungen bietet dieser kostenlose Gewürzratgeber. Darin werden die unterschiedlichsten Kräuter aus aller Welt sowie inspirierende Rezepte vorgestellt. 

Wildkräuter sammeln

Neben den Kräuter-Klassikern, die leicht zu Hause angebaut werden können, dürfen besonders im Frühling Wildkräuter einfach nicht fehlen. Auch hierbei gibt es eine große Auswahl:

- Bärlauch: In Flussauen und lichtdurchfluteten Wäldern sprießt dieses Kraut schon ab Mitte März. Bärlauch schmeckt ähnlich wie Knoblauch. Die würzigen Blätter werden gerne für Suppen oder frisch im Salat verwendet. Auch als erfrischende Bärlauch-Butter macht er eine gute Figur. Achtung allerdings beim Pflücken: Die Blätter des Krauts sind mit denen des giftigen Maiglöckchens leicht zu verwechseln. Ein einfacher Test schafft Gewissheit: Die Blätter werden zwischen den Fingern zerrieben. Entsteht dabei der Geruch von Knoblauch, handelt es sich um Bärlauch.

- Märzveilchen: Die kleinen violetten Blüten werden gerne als süß schmeckende Deko auf Desserts genutzt. Ihr betörender Duft aromatisiert aber auch Essig. Sehr lecker sind die Blüten auch, wenn sie mit Zuckerguss kandiert werden.

- Brennnessel: Dieses Kraut ist nicht nur eine wichtige Nahrung für Schmetterlinge. Die jungen Triebe zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an Magnesium, Kalzium, Eiweiß und Vitamin A und C aus. Die frischen Blättchen der Brennnessel können zu Suppe verarbeitet oder ähnlich wie Spinat als Gemüse in der Frühlingsküche eingesetzt werden. Auch roh als Salat ist die Brennnessel eine tolle Ergänzung zur klassischen Frühjahrsgerichten.

Wichtig beim Sammeln von Wildkräutern ist nicht nur die richtige Bestimmung der Art. Auch sollten die zarten Pflänzchen im Frühjahr besonders geschont werden. Das heißt, dass nicht alle Blätter abgezupft werden dürfen. Die Faustformel ist etwa 15% der Blätter zu nutzen – das gilt übrigens auch für normale Gartenkräuter. 

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Silke Fröhlich.