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Dresden
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Kranke Bäume auf der Cockerwiese

Nach der gefährlichen Raupe vom letzten Jahr, gibt es nun eine weitere Krankheit.

Von Julia Vollmer
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So sehen von der Rußrindenkrankheit befallene Bäume aus.
So sehen von der Rußrindenkrankheit befallene Bäume aus. © Archivbild: dpa

Die gefährliche Rußrindenkrankheit, die sich in Leipzig ausgebreitet hat, gibt es nun auch in Dresden. Betroffen sind zwei Bergahorn-Bäume im Park an der Cockerwiese, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

Befallen sind die Bäume von einem Pilz, der bei Menschen allergische Reaktionen der Atemwege auslösen kann. Allerdings nur, wenn sich jemand lange rund um die Gewächse aufhält. Dieser Pilz wird von der Stadt als Schwächeparasit eingeordnet. Er befällt insbesondere durch Hitze und Trockenheit geschädigte Bäume. Ein Zusammenhang mit der Dürre 2018 könne also laut Rathaus nicht ausgeschlossen werden. 

Bis zum 12. April sollen die beiden betroffenen Bäume gefällt und abtransportiert werden. Dabei werden besondere Schutzvorkehrungen getroffen. Die Arbeiter tragen Schutzkleidung und es wird großräumig abgesperrt. Um die weitere Ausbreitung zu reduzieren, sollen auch in Zukunft alle betroffenen Gehölze möglichst schnell entfernt werden.

Im letzten Sommer kämpften die Mitarbeiter vom Amt für Stadtgrün bereits mit einer weiteren Baumkrankheit. Die Raupe Eichenprozessionsspinner war besonders aktiv. „So eine massive Ausbreitung hatten wir bislang noch nie“, sagte Jörg Lange, zuständiger Ableitungsleiter im Amt für Stadtgrün. 

Der warme und trockene Frühling 2018 hatte den Tieren die besten Bedingungen geboten. Die Berührung mit den Gifthaaren verursacht starke Hautreaktionen und Schleimhautreizungen. Bei Allergikern kann es zu schweren Atembeschwerden kommen. Der Eichenprozessionsspinner liebt frei stehende Bäume, die viel Sonne abbekommen. Die Raupen mussten von den Bäumen entfernt werden, vor allem, wenn sie nah an Wegen oder Plätzen sitzen.