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Kreative Spende

Die WG Fortschritt hat für den Verein Lebenszeit gespendet. Anteil daran haben auch Mieter.

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© André Braun

Von Heike Heisig und Frank Korn

Leisnig/Döbeln. Auch so kann man Gutes tun. Die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt (WGF) Döbeln hat an den Verein Lebenszeit Leisnig eine Spende von 1 600 Euro übergeben. Doch die Vorstände der WGF haben das Geld nicht aus irgendeinem Topf genommen und weitergereicht, sondern es bei einer Versteigerung anlässlich des WGF-Weihnachtsmarktes erzielt.

Dabei hat der Vorstand auf die Mitarbeit der Bewohner gesetzt. Und die sind richtig kreativ geworden. „Einige Mieter haben selbst Dinge hergestellt, die dann versteigert worden sind“, erklärte Stefan Viehrig. So seien über viele Stunden unter anderem Nussknacker und andere weihnachtliche Dinge entstanden. „Das waren teilweise kleine Kunstwerke“, so Viehrig. WGF-Mitarbeiter Peter Schurzmann brachte die Artikel dann bei der Versteigerung an den Mann beziehungsweise die Frau. „Wir haben uns den Verein Lebenszeit ausgesucht, weil der schon seit vielen Jahren wertvolle Arbeit leistet“, sagte Viehrig.

Die war wichtig. Inzwischen kann der Verein schon ganz konkret an der Umsetzung seines größten Zieles arbeiten: ein Hospiz im ländlichen Bereich zwischen den Großstädten Leipzig, Dresden und Chemnitz zu bauen. Dafür sind sowohl ein geeignetes Grundstück am Hasenberg als auch mit Frank Lohse ein Investor gefunden worden. Derzeit wird die Gründung einer gemeinnützigen GmbH „Lebenszeit“ vorbereitet. Sie wird dann die noch zu errichtende Immobilie mieten und dort das Hospiz betreiben. Mit der vorm ersten Spatenstich nötigen Geländeberäumung wird es dieses Jahr nichts mehr. „Die kann erst im Januar starten“, sagt Mathias Kretschmer. Er hat bisher den Hospizverein geleitet, wird aber in Zukunft der „Lebenszeit“-gGmbH als Geschäftsführer vorstehen.

Verein wie Gesellschaft müssen sich neben Aufklärungsarbeit und Weiterbildung der Mitglieder auch in Zukunft um die Finanzbeschaffung kümmern. „Die WGF-Spende werden wir für die Innenausstattung des neuen Hospizes verwenden“, sagt Mathias Kretschmer. Sie entspreche ungefähr dem Betrag, der für die Möblierung eines Zimmers benötigt wird.