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Kreis kümmert sich um Sozialplanung

Das Landratsamt lädt zur ersten Regionalkonferenz nach Döbeln ein. Es geht dabei um Erfahrungen im sozialen Bereich.

© Symbolbild/dpa

Weil es ein Ungleichgewicht zwischen steigender Lebenserwartung und niedrigen Geburtenzahlen gibt, stellt der Landkreis Mittelsachsen eine Sozialplanung auf. Die Datengrundlage bildet der Sozialbericht der Jahre 2010 bis 2014, den der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Hochschule Mittweida erarbeitet hat. Die Zahlen werden jetzt im Altkreis Döbeln mit Fakten unterlegt. Für die Sozialregion Döbeln wird ein Handlungskonzept mit der Überschrift „Soziale Teilhabe stärken“ erarbeitet.

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Dazu ist für den 12. März eine erste sogenannte Sozialregionalkonferenz im Volkshaus in Döbeln geplant. An dieser sollen unter anderem Leistungserbringer – wie beispielsweise die Fallmanager des Jobcenters oder auch Erzieher und Pädagogen –, Kommunalpolitiker der Region und Vereine teilnehmen und in die Aufstellung des Handlungskonzeptes einbezogen werden. Eingeladen wurden zudem Akteure von Vereinen, Pflegediensten, Krankenhäusern und Wohnungsgesellschaften. „So kann beispielsweise über verschiedene Angebote diskutiert werden, um deren Wirkung zu optimieren und unsere Kraft wirkungsvoller einzusetzen“, erklärte der zweite Beigeordnete Jörg Höllmüller.

Zuschüsse für Klassenfahrten

Ziel ist auch, die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche im Landratsamt Mittelsachsen zu optimieren. Es existiert bereits eine Vielzahl an Angeboten für Familien: Für minderjährige Kinder gibt es eine Betreuung, über das Bildungs- und Teilhabepaket sind für Leistungsempfänger Zuschüsse für Klassenfahrten oder für Lernmaterial möglich. Eingebunden sind das Gesundheitsamt, die Abteilungen Soziales sowie Jugend und Familie, und das Jobcenter Mittelsachsen. „Die Region Döbeln wurde aufgrund der gewachsenen örtlichen Strukturen und der Verbindung zwischen städtischem und ländlichem Raum ausgewählt. Mehrere Behörden, Institutionen und ehrenamtlich engagierte Bürger arbeiten in diesem Bereich“, so Höllmüller. Deren Wissen, Erfahrung und Idee werde in das Konzept einfließen.

Ein Fünftel wohnt im Raum Döbeln

Rund ein Fünftel aller Mittelsachsen lebte, Stand Ende 2015, im Altkreis Döbeln und damit in der Sozialregion 6. Im Vorfeld wurden in Hartha und Döbeln bereits Befragungen durchgeführt. „Die Auswertung durch die Hochschule Mittweida, die das Konzept wissenschaftlich begleitet, steht nun an“, sagte Höllmüller am Montag in Freiberg. Der Kreis hat sieben Sozialregionen gebildet, in denen es unterschiedliche Strukturen und Bedürfnisse gibt. Ziel sei, dass Konzept bis Juni dieses Jahres zu erarbeiten, „um von da an bis 2021 bereichsübergreifend und beteiligungsorientiert zu handel“, erklärte er. (DA/sol)