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Kreis nimmt 413 Asylbewerber auf

Die Zahl der Personen hat stark abgenommen. Doch reicht das Geld von Bund und Land nicht.

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© Patrick Pleul/dpa

Landkreis. Bislang musste der Landkreis Görlitz in diesem Jahr 413 Asylbewerber aufnehmen. Das bestätigte Heike Zettwitz, in der Landkreisverwaltung als Dezernentin für das Asylthema zuständig. Bis Ende des Jahres rechnet sie mit weiteren zehn Personen, die dem Landkreis zugewiesen werden. Damit setzt sich der Trend fort, dass der Kreis drastisch weniger Asylbewerber aufnehmen muss. Das hat auch Auswirkungen auf die Zahl der Asylbewerber, die im Landkreis leben. Ende September waren das 1168 Personen. Wie stark diese Zahl zurückging, macht ein Blick in die Vergangenheit deutlich. So lebten im Frühjahr 2016 mehr als 2500 Asylbewerber im Kreis, allein im Jahr 2016 sollten weitere 3600 Personen aufgenommen werden. Das alles ist nicht eingetreten. Von den anerkannten Asylbewerbern bleiben gerade mal 20 Prozent im Landkreis. Wer jetzt in den Landkreis als Asylbewerber kommt, reist meist allein und kommt längst nicht mehr vor allem aus Syrien. Über 40 Nationalitäten, so berichtete Frau Zettwitz, seien unter den Asylbewerbern, was deren Unterbringung nicht erleichtert.

Frau Zettwitz, wie die gesamte Kreisspitze, verlangte erneut, dass Bund und Land alle Kosten für die Unterbringung von Asylbewerbern sowie die Integration von anerkannten Asylbewerbern übernehmen. Dafür reichen die Zuschüsse aber weiterhin nicht aus, weswegen der Landkreis in diesem Jahr auch erneut in Finanzprobleme geraten ist. (SZ/sb)