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Kreis pflanzt mehr Bäume

Die Grünen kritisierten, dass nur 33 Bäume 2017 gepflanzt worden seien. Dabei waren es zehnmal so viele.

© Kristin Richter

Von Sebastian Beutler

Landkreis Görlitz. Der Landkreis widerspricht Angaben der Bündnisgrünen, dass im vergangenen Jahr nur 33 von 796 gefällten Straßenbäumen nachgepflanzt worden seien. Die Grünen bezogen sich auf Angaben von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. Nach Zählung des Landkreises mussten 2017 rund 750 Bäume gefällt werden. Dem standen 320 neue Straßenbäume entgegen.

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Sofern Bäume in Alleen gefällt werden, ist das Nachpflanzen in den Lücken nach Angaben von Kreis-Sprecherin Julia Bjar kein Problem. Schwieriger wird es bei alleinstehenden Straßenbäumen oder Bäumen, die in ihrer Gesamtheit keinen Alleecharakter aufweisen und gefällt werden müssen. Hier müssen neue Bäume 7,50 Meter vom Fahrbahnrand entfernt gepflanzt werden. „Das heißt in aller Regel auf Grundstücken, die nicht im Besitz des Landkreises sind“, sagt Frau Bjar. Auch die Grünen kritisieren diese Richtlinie und fordern Veränderungen. Denn die Folge sei, dass der dann zu tätigende Grunderwerb äußerst schwierig sei. So erklärt Frau Bjar: „Daher können Neuanpflanzungen in aller Regel nicht an derselben Stelle durchgeführt werden, sondern an zugewiesenen und genehmigten Ersatzflächen.“ Aber auch das gestalte sich zusehends schwieriger, da immer weniger geeignete Flächen zur Verfügung stehen.

Der Kreis kündigt an, dass auch im nächsten Winter Bäume nach gründlicher Untersuchung durch einen zertifizierten Kontrolleur gefällt werden müssen, die sich lagemäßig jedoch nicht konzentrieren, sondern über den Kreis verteilt seien. Der Kreis sei bestrebt, gefällte Bäume auch in derselben Anzahl wieder nachzupflanzen. Allerdings erklärt Frau Bjar auch: „Die Fällung eines Baumes aus Verkehrssicherheitsgründen erfordert per Gesetz keine direkte Pflicht zur Ersatz-/Nachpflanzung.“