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Kreis prüft Abschuss eines Wolfes an der Neiße

Als Reaktion auf die vielen Risse von Nutztieren sollen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgenutzt werden.

© ZB

Görlitz. Der Kreis reagiert auf eine Häufung von Nutztierrissen an der Neiße und will dabei alle rechtlichen Möglichkeiten bis zu einem Abschuss ausschöpfen. Dazu stimmt sich der Kreis derzeit mit dem sächsischen Umweltministerium ab. Das nächste Gespräch, so erklärte die zuständige Kreisdezernentin Heike Zettwitz vor dem Kreistag am Mittwochabend in Görlitz, finde im Oktober statt. Ein möglicher Abschuss wäre der dritte im Landkreis und die Reaktion auf eine Häufung von Nutztierrissen seit Juli in dem Gebiet Horka, Rothenburg, Uhsmannsdorf, Kodersdorf und Neißeaue. Am spektakulärsten war der Riss zweier Ziegen in einer Kindertagesstätte in Uhsmannsdorf in einem geschützten Bereich. Nach Angaben von Frau Zettwitz habe der Schutzzaun in Uhsmannsdorf den Vorschriften und Empfehlungen des Freistaates entsprochen, trotzdem hatten „Bolek“ und „Lolek“, wie die Ziegen hießen, keine Chance. Erst Ende vergangener Woche gab es weitere Tierrisse in Kodersdorf.

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Seit Anfang des Jahres registrierte der Landkreis über 70 nachgewiesene Nutztierrisse durch Wölfe. (SZ/sb)