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Kreise wollen Klarheit über Wolfsbestand

Görlitz und Zgorzelec wollen ihre Vorgehen besser abstimmen. Das Monitoring im Grenzgebiet soll verstärkt werden.

© dpa

Görlitz. Die Kreise Görlitz und Zgorzelec wollen ihre Wolfspolitik besser abstimmen. Dazu haben sich Mitte des Monats Vertreter der beiden Kreisverwaltungen und der betroffenen Forstämter in Zgorzelec getroffen. Das bestätigt Kreis-Sprecherin Susanne Lehmann, nachdem auch polnische Medien über die Zusammenkunft informiert haben.

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Nach Angaben von Frau Lehmann ging es bei der Beratung um eine „Intensivierung des Wolfsmonitorings im Grenzgebiet beider Landkreise mit dem Ziel, möglichst genaue Aussagen über die dortige Wolfspopulation zu erlangen“. Nach polnischen Medienberichten sind momentan in den polnischen Grenzwäldern zwei Rudel mit je sieben Tieren unterwegs, auf deutscher Seite gibt es hingegen neun Rudel von je fünf bis sieben Tieren. Auf beiden Seiten der Grenze treten einzelne Tiere wie auch Paare auf. Während auf deutscher Seite das Wolfsbüro in Rietschen und das Senckenberg-Museum für Naturkunde in Görlitz führend bei der Beobachtung der Wolfsbesiedlung in der Region sind, widmet sich seit sechs Jahren auch eine Mitarbeiterin der Polnischen Akademie der Wissenschaften dem Wolf in den Wäldern Niederschlesiens.

Beide Kreise beabsichtigten zudem, ihre jeweiligen Regierungen um Unterstützung zu bitten. Doch gibt es dazu noch keine Ergebnisse, heißt es von deutscher Seite. Die polnischen Medien berichteten, Ziel der deutsch-polnischen Initiative sei es, die Folgen der Wolfsbesiedlung auf die Menschen zu begrenzen. So befürchtet die polnische Seite eine Zunahme der Attacken auf Zuchttiere. Anders als in Deutschland werden die Halter der Bestände dort bislang nicht entschädigt. (SZ/sb mit kpl)