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Kreiselternrat stellt sich neu auf

Für Ende Oktober ist eine Vollversammlung geplant. Die Umfrage zum Lehrermangel ist abgeschlossen.

© Dietmar Thomas

Mittelsachsen. Die Elternsprecher im Kreis organisieren sich neu. Der Kreiselternrat (KER) tritt am 25. Oktober an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Roßwein zu einer Vollversammlung zusammen. Eine entsprechende Einladung haben die Elternsprecher der Schulen vor kurzem erhalten. Neu zu besetzen sind das Amt des Vorsitzenden sowie seiner Stellvertreter.

Peter Lorenz, bisher an der Spitze des Kreiselternrates, muss diesen verlassen, da sein Kind inzwischen volljährig ist. In einem Interview mit der Freien Presse bedauerte Lorenz sein Ausscheiden aus dem Kreiselternrat. Er werde versuchen, diesem als ehrenamtlicher Berater weiter zur Seite zu stehen. Gewählt werden am 25. Oktober zudem die Vorsitzenden und Delegierten aller Schularten direkt in den Landeselternrat.

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Umfrage endete am 4. Oktober

Zurzeit beschäftigen sich die Vertreter der Elternschaft der Schulen mit dem bestehenden Lehrermangel an den Bildungseinrichtungen. Dazu ist im August eine Online-Umfrage gestartet worden. Mit dieser will die Arbeitsgruppe Lehrermangel des KER die aktuelle Situation in den Schulen erfassen.

„Ziel ist, die wichtigsten Probleme zu dokumentieren, um eine Datengrundlage für weitere Gespräche mit der Bildungsagentur und übergeordneten Institution zu erhalten“, heißt es dazu auf der Internetseite des KER. Wie Ralf Ullrich, stellvertretender Vorsitzender des KER und zuständig für den Altkreis Döbeln, sagt, waren Rückmeldungen noch bis zum 4. Oktober möglich.

Inzwischen ist die Umfrage geschlossen. Noch ist nach Ullrich unklar, wann genau die Auswertung der Umfrage vorliegen wird. Für diese hatte der KER den Elternsprechern extra viel Zeit gelassen, damit der Rücklauf auch möglichst umfangreich ist.

Es ist das erste Mal, dass der KER eine solche Online-Umfrage durchgeführt hat. Den Link dazu haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe Lehrermangel an die Schulen verschickt. Diese waren in der Pflicht, die Information auch an die Elternsprecher zu übermitteln.

Alternative Unterrichtsformen

Ins neue Schuljahr ist Peter Lorenz, bisheriger Vorsitzender des KER, mit Bauchschmerzen gestartet. „Die Lage an den mittelsächsischen Schulen hat sich dramatisch schlechter entwickelt als im Landesdurchschnitt“, so Lorenz. Ob sich die Lage durch die Besetzung der fehlenden Lehrerstellen durch Seiten- oder Quereinsteiger etwas beruhigt hat, sei erst im Dezember zu erkennen. Im Moment könnte Lorenz nur an die Eltern, Schüler und Lehrer appellieren, kreative Unterrichtsformen zu finden, „solange das Wetter es noch zulässt“. Lorenz denkt dabei unter anderem an Exkursionen, Wandertage oder Schnupperkurse.

Für die Zukunft sieht der Peniger schwarz. „Die Unterrichts- und Lernqualität wird noch weiter absinken, sicherlich auch die Abschluss- und Prüfungskriterien. Das bedeutet am Ende, dass sich die ausbildenden Unternehmen, aber auch Universitäten und Hochschulen darauf vorbereiten können, mehr Zeit, Geld und Personal allein in die Ausbildungs- und Studienfähigkeit der Schulabgänger zu investieren.“ Schuld daran seien aber nicht Lehrer, Schüler oder Eltern, sondern die Personalpolitik der Landesregierung in den vergangenen zehn Jahren. (DA)