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Freital

Die Stützen des Vereinslebens

Der Kreissportbund hat 16 ehrenamtlich Engagierte in Freital mit dem Ehrenamtspreis im Sport ausgezeichnet. Keine Selbstverständlichkeit.

KSB-Präsident Roland Matthes (2.v.l.) und Landrat Michael Geisler (2.v.r.) zeichneten auch Ehrenamtliche aus dem ehemaligen Weißeritzkreis aus.
KSB-Präsident Roland Matthes (2.v.l.) und Landrat Michael Geisler (2.v.r.) zeichneten auch Ehrenamtliche aus dem ehemaligen Weißeritzkreis aus. © Daniel Förster

Ohne sie geht nichts: In den 313 Vereinen des Kreissportbundes Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge (KSB) sind rund 6.000 Menschen ehrenamtlich aktiv. Sie sind dabei die Stützen für ein funktionierendes Vereinsleben. Deshalb zeichnet der KSB verdiente Ehrenamtler seit 1998 mit dem Ehrenamtspreis im Sport aus. So auch in diesem Jahr: In der vergangenen Woche erhielten 16 von ihnen bei der Ehrung auf Schloss Burgk in Freital die Kristallpokale sowie Blumen und Urkunden.

Ihre Vereine hatten die Vorsitzenden, Übungsleiter und Vorstandsmitglieder für deren Verdienste nominiert. Unter den Geehrten waren acht Sportfreunde aus Pirna, drei aus Freital sowie jeweils ein Vertreter von Sportklubs aus Bärenstein, Bahretal, Dippoldiswalde, Heidenau und Wilsdruff.

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„Nach jahrelanger Sparpolitik in unserem Land ist es dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen zu verdanken, dass das Vereinsleben auch in unserem Landkreis tatsächlich mit Leben gefüllt wird“, sagte KSB-Präsident Roland Matthes in seiner Rede zur Auszeichnung. „Ehrenamtliche Arbeit bringt Menschen dazu, aufeinander zuzugehen, sie ist ein Gewinn für die Gemeinschaft.“ Sie sei daher nicht hoch genug zu würdigen. „Das betrifft aber nicht nur die Ehrenamtlichen selbst, sondern auch ihre Partner, die ihre Liebsten unterstützen und dabei auch oft zurückstecken müssen.“

Vollen Lobes ist ebenso Joachim Krieg, Regionaldirektor der Ostsächsischen Sparkasse Dresden: „Bürgerengagement ist ein erheblicher Standortfaktor, ein Grundpfeiler für eine lebendige Demokratie“, ergänzte er. „Das wollen wir weiterhin unterstützen.“ Dies treffe bereits auf viele Projekte und Vereine zu, es könnten aber noch mehr sein.

Die Zuschussquote über verschiedene Förderprogramme lag zuletzt bei rund 50 Prozent. Die Sportvereine sollten daher die Chance nutzen, auch 2020 hier zur Verfügung stehende Mittel zu beantragen. So zum Beispiel über die Sportstiftung der Sparkasse.

„Um das Ehrenamt in seinen vielen Formen zu würdigen, stellt der Freistaat uns im Jahr etwa 200.000 Euro zur Verfügung“, sagte Landrat Michael Geisler (CDU) bei der Preisverleihung in Freital. Das Engagement der vielen Menschen in den Vereinen sei enorm wichtig, vor allem auch, was die Nachwuchsarbeit betrifft.

„Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen“, sagte Geisler. Gerade angesichts der zunehmenden Digitalisierung mit ihren Herausforderungen sollten die Eltern ins Boot geholt und Sportvereine unterstützt werden. „Das ist eine große Aufgabe für uns alle.“ Hier sei auch die Kinder- und Jugendarbeit über den KSB und dessen zahlreiche Angebote sehr wichtig.

In vielen Sportvereinen wird Nachwuchs trainiert und Bewegung gefördert – von Ehrenamtlichen. Sie investieren Freizeit und Kraft. Doch um ihre Angebote auch langfristig anbieten zu können, braucht es Übungsleiter. Mehrere Ehrenamtliche haben am Donnerstagabend auch darauf hingewiesen. Gerade deshalb sei es wichtig, dass Ehrenamt im Sport zu unterstützen. (skl)

Die Preisträger 2019

Margitta Böhme (Hainsberger Sportverein), Frank Großheim (MSV Sächsische Schweiz, Pirna), Mario Gutte (Modellsportverein Sachsen, Heidenau), Gabriele Henker (PSV Dippoldiswalde), Manja Herold (TSV Bärenstein), Alexander Kästner (LSV Pirna), Anke Kaiser (TSC Silberpfeil Pirna), Thoralf Liebstein (Pirnaer Ruderverein 1872), Jana Lilienthal (Sportförderverein Feuerblume, Pirna), Annett Löser (SSV Tigers Bahretal), Volker Kranz (1. FC Pirna), Karl-Georg Naumann (Spielmannszug Freital), Ines Roth (ESV Lokomotive Pirna), Manuela Schiller (SV Fortschritt Pirna), Pawel Wanner (Das Zusammenleben, Freital), Katrin Havekost (Tanzteam Wilsdruff). 

Quelle: Kreissportbund