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Parteiausschluss von Petry gefordert

Mit dem besten Ergebnis bundesweit sicherte Frauke Petry den Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für die AfD. Dort wird sie nun zur Persona non grata.

© Symbolbild/dpa

Von Domokos Szabó

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der AfD-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fordert ein Parteiausschluss- verfahren gegen die Bundesvorsitzende Frauke Petry. Kreissprecher Rolf Süßmann warf Petry im Gespräch mit der Sächsischen Zeitung Parteischädigung und üblen Wählerbetrug vor. „Sie hat uns bis zum Schluss im Glauben gelassen, dass sie nach der Wahl eine ordentliche Arbeit für den Landkreis machen werde.“

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Petry kündigte dagegen am Montagvormittag an, nicht der AfD-Fraktion im Bundestag angehören zu wollen. Laut Süßmann werde für eine unabhängige Abgeordnete eine gute Arbeit für den Wahlkreis nicht möglich sein. Mit Blick auf Petrys künftige Rolle im Parlament sagte der AfD-Sprecher: „Der Feind liebt den Verrat, aber nicht den Verräter.“

Süßmann sagte weiter, er gehe davon aus, dass auch der Landesverband so hart mit Petry ins Gericht gehen würde. Für 14 Uhr ist eine Pressekonferenz des Landesverbandes angekündigt.

Weniger drastisch äußerte sich ein anderes Mitglied des Kreisvorstands gegenüber der SZ. Er hielt Petry ebenfalls Betrug vor, sagte aber lediglich, sie müsse von dem Parteivorsitz zurücktreten.

Petry holte im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 37,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich klar gegen Klaus Brähmig von der CDU durch. Brähmig bekam 28,8 Prozent und ist damit nach 27 Jahren im Bundestag als Wahlkreisabgeordneter abgewählt.