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Kreisverkehr soll sicherer werden

Der Kreisel an der Hauptstraße ist zu unübersichtlich, meint ein Stadtrat. Nun soll eine Markierung helfen.

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© Symbolbild/André Schulze

Von Peggy Zill

Coswig. Stadtrat Volkmar Franke (CDU) sagt, der Kreisverkehr an der Hauptstraße sei schlecht einsehbar. Ein Verkehrsspiegel könne das Problem lösen. Daraufhin hat sich das Ordnungsamt mit der Polizei die Stelle mehrfach angesehen. Der Spiegel sei keine schlechte Idee, findet auch Olaf Lier, der Chef des Ordnungsamtes. Dennoch hat er einen anderen Vorschlag. Eine Fahrbahnmarkierung soll an der Einfahrt zum Kreisel darauf hinweisen, dass die Vorfahrt beachtet werden muss.

Ein Unfallschwerpunkt ist der Kreisverkehr nicht, wie Olaf Lier sagt. Aber offensichtlich sind die Verkehrsregeln nicht allen bekannt. Wer wieder raus will, muss auf Fußgänger und Radfahrer achten. Wer reinfährt, nicht. Dafür haben andere Fahrzeuge Vorfahrt.

Drei beispielhafte Unfälle aus dem vergangenen Jahr hat Olaf Lier herausgesucht. Ende Januar war ein 72-Jähriger von der Hauptstraße in den Kreisverkehr gefahren, ohne die Vorfahrt einer 60-jährigen Autofahrerin zu beachten. Es kam zum Zusammenstoß. Vier Monate später wollte der 26-jährige Fahrer eines Mitsubishi aus Richtung Weinböhla kommend den Kreisverkehr in Richtung Hauptstraße verlassen. Als er an der Ausfahrt anhalten musste, fuhr ihm eine VW-Fahrerin hinten drauf. Beide Situationen sind für Kreisverkehre typisch.

Eher untypisch war der Unfall vom 14. Juni 2015. Ein Autofahrer wollte von der Weinböhlaer auf die Hauptstraße. Als er in den Kreisverkehr wollte, warteten mehrere Autos vor ihm, woraufhin er nach links auf die Gegenfahrbahn lenkte, links an der Verkehrsinsel vorbeifuhr und auf diesem Weg quasi als Geisterfahrer in den Kreisverkehr einfuhr. Dabei stieß sein Auto mit einem entgegenkommenden zusammen. Dessen Fahrer wurde verletzt. Der Unfallverursacher war betrunken.

Ein Zebrastreifen würde es für Fußgänger sicherer machen und bei den Autofahrern für mehr Aufmerksamkeit sorgen. „Die Schutzstreifen müssten aber auf alle Seiten, wir brauchen Straßenbeleuchtung und mehr Schilder“, erklärt Olaf Lier. Übersichtlicher würde die Stelle dadurch nicht werden. Das Vorfahrtsschild hingegen ist schnell auf die Straße gemalt und soll jetzt getestet werden.