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Kretschamfläche wird erst 2019 gestaltet

In Ebersbach-Neugersdorf müssen Bauprojekte verschoben werden. Deshalb werden Fördermittel noch nicht genutzt.

Von Holger Gutte

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Nach wie vor hält die Stadt Ebersbach-Neugersdorf an ihren Plänen für die Gestaltung der ehemaligen Kretschamfläche im Ortsteil Ebersbach fest. Trotzdem nimmt sie jetzt aber dafür bereits zur Verfügung gestellte Fördermittel nicht in Anspruch. Mehr noch, von den insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro, die die Stadt Ebersbach-Neugersdorf in diesem Jahr in den Stadtumbau investieren wollte, gibt sie quasi reichlich 1,2 Millionen Euro zurück oder besser, ruft sie gar nicht erst ab. Die Gründe dafür sind unter anderem Verzögerungen beim Bauablauf sowie Änderungen bei den Planungen und im Baurecht, schilderte Bauamtsleiter Matthias Lachmann auf der jüngsten Stadtratssitzung von Ebersbach-Neugersdorf.

An ihren Städtebauprogrammen hält die Stadt aber weiterhin fest. „Wir wollen die Baumaßnahmen auch durchführen“, schildert Matthias Lachmann. Weil aber abzusehen ist, dass exakt 1 269 856 Euro der für 2018 zugesagten Fördermittel nicht mehr verbaut werden können, hat die Stadt das nun ordnungsgemäß bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) angezeigt. Denn werden die Gelder aus den einzelnen Fördermaßnahmen dort nicht abgerufen, müssen Strafzinsen gezahlt werden. Und das will die Stadt umgehen.

„Die Chancen stehen gut, dass wir die Maßnahmen weiter gefördert bekommen“, sagt der Bauamtsleiter. Bis zum Jahresende muss Ebersbach-Neugersdorf dafür einen sogenannten Fortführungsantrag stellen. Und der ist bei der Stadtverwaltung gerade in Arbeit. „Wir haben die einzelnen Maßnahmen ja nur ins nächste Jahr verschoben“, fügt er hinzu.

So soll nun beispielsweise im ersten Quartal 2019 das Projekt für den zentralen Standort für die Bibliothek, das Museum und das Archiv im Hofeweg 41 in der ehemaligen Kaufhalle losgehen. Hier kam es zu Verzögerungen, weil noch einige Fragen zur Planung und zur Statik geklärt werden mussten. Damit künftig Bibliothek, Museum und Archiv an einem Standort zu finden sind, werden immerhin 1,3 Millionen Euro investiert. Die Fertigstellung des Projektes verzögert sich nun allerdings bis voraussichtlich ins Jahr 2020.

Und auch die Sanierung der Fassade der Kirche wird im nächsten Jahr in Angriff genommen. Weiter geht es dann auch mit den geplanten Arbeiten bei der Innensanierung der Fichte-Grundschule in Neugersdorf. Hier werden die gesamte Elektrik und die Heizung erneuert. Auch eine Schalldämmung soll das 110 Jahre alte Schulgebäude erhalten. Klassenzimmer und Flure bekommen zudem einen neuen Farbanstrich.

Keine Abstriche gibt es ebenso bei der Gestaltung der Kretschamfläche in Ebersbach. Die Umgestaltung des Areals wird rund 455 000 Euro kosten. Davon sind 345 000 Euro Fördermittel. Und weitere sollen noch über das Leader-Programm beantragt werden. Ziel ist es nun, im nächsten Frühjahr mit den Bauarbeiten zu beginnen. Einen Termin für die Fertigstellung gibt es aber noch nicht.

Der Kretscham, der einst ein beliebtes Veranstaltungshaus in der Oberlandstadt war, ist 2016 abgerissen worden. Zuvor hatte die Stadt das 3 800 Quadratmeter große Areal samt Ruine ersteigert. Die vorangegangenen Bemühungen der Stadt, das Gebäude und das Grundstück von den privaten Eigentümern abzukaufen, waren erfolglos geblieben.