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Politik

Kretschmer hofft auf Bewegung an Grenze

Die polnische Regierung sei über das Ziel hinausgeschossen, sagte Sachsens Ministerpräsident am Sonntag. Die wirklich Leidtragenden seien die Polen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer nannte es ein großes Leid, was an der geschlossenen deutsch-polnischen Grenze passiere.
Ministerpräsident Michael Kretschmer nannte es ein großes Leid, was an der geschlossenen deutsch-polnischen Grenze passiere. © Jürgen Lösel

Halle/Potsdam. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer blickt mit Sorge auf die geschlossene deutsch-polnische Grenze. Es sei ein großes Leid, was dort passiere, sagte der CDU-Politiker am Sonntag in Halle der Deutschen Presse-Agentur. "Ich glaube, dass die polnische Regierung über das Ziel hinausgeschossen ist." Die EU habe geschafft, dass die Grenze kein Ende eines Wirtschafts- und Lebensraums mehr sei und daran hätten sich die Menschen in der Region gewöhnt und pendelten zum Wohnen und Arbeiten hin und her. Durch die rigorose Grenzschließung in der Corona-Krise sei daraus eine große Not geworden.

Sein Amtskollege in Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), hatte Polen zuvor um eine Lockerung der strengen Corona-Regeln für Pendler gebeten, die in Deutschland arbeiten. Kretschmer sagte, eine Öffnung müsse gewollt sein und es sollte eigentlich auch im Interesse der polnischen Seite sein, eine Lösung zu finden. "Die wirklich Leidtragenden sind die polnischen Staatsbürger."

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