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Großenhain

Kretschmer lud zum „Sachsengespräch“ 

Knapp 180 Bürger waren in die Großenhainer Remontehalle gekommen. Platz wäre für mindestens doppelt so viele gewesen. Und auch die wirklich kritischen Fragen blieben aus. 

Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Landrat Arndt Steinbach (2.v.r.) sowie weitere Vertreter der Landesregierung aus Dresden begrüßten am Mittwochabend die zum "Sachsengespräch" in Großenhain erschienenen Bürger.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (r.) und Landrat Arndt Steinbach (2.v.r.) sowie weitere Vertreter der Landesregierung aus Dresden begrüßten am Mittwochabend die zum "Sachsengespräch" in Großenhain erschienenen Bürger. © Kristin Richter

Großenhain. In ungezwungener Atmosphäre mit den sächsischen Politikern plaudern und dabei das eigene Anliegen vortragen, darum soll es bei den „Sachsengesprächen“ gehen. Am Mittwochabend kam Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dafür mit neun weiteren Vertretern der Staatsregierung erneut in den Landkreis Meißen. In der Großenhainer Remontehalle begrüßte er zusammen mit Landrat Arndt Steinbach (CDU) gegen 19 Uhr knapp 180 Besucher. Der große Saal hätte jedoch locker doppelt so viele Menschen gefasst, etliche Stühle blieben leer.

In einer kurzen Rede fasste Kretschmer zu Beginn des Abends die Verdienste seiner Regierung aus seiner Sicht zusammen, darunter unter anderem die Stärkung des ländlichen Raumes, die er immer wieder als großes Ziel betonte, die Aufstockung der Polizei, das neue Polizeigesetz und die Verbeamtung der Lehrer. Danach teilten sich Kretschmer und seine Regierungsvertreter auf einzelne Tische auf, um mit den Bürgern in kleineren Runden direkt ins Gespräch zu kommen.

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Neben Kretschmer stellten sich den Fragen Bildungsminister Christian Piwarz, Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt, die Staatssekretärin des Sozialministeriums Regina Kraushaar, der Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums Hartmut Mangold sowie der Amtschef des Finanzministeriums Dirk Diedrichs, der Leiter des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration Sebastian Vogel sowie der Abteilungsleiter im Wissenschafts- und Kunstministerium Matthias Hüchelheim. Innenminister Roland Wöller wurde aufgrund eines Todesfalles in der Familie durch Jörg Markert vertreten.

Ein gute Stunde lang sprach der Ministerpräsident danach in seiner Runde auf der Bühne des Saals vor rund 50 Menschen, neun von ihnen stellten konkrete Fragen an Kretschmer, die von der Ablehnung von Windrädern in sächsischen Wäldern bis zum persönlichen Rentenbescheid reichten. Auch um die AfD und den Aufmarsch von Rechtsradikalen in Plauen war es gegangen. Am unangenehmsten war dem Ministerpräsidenten aber ein nachträglicher Glückwunsch zum Geburtstag. „Es gibt Geburtstagsmuffel, und ich gehöre wohl dazu“, sagte Kretschmer und erntete Gelächter.

Den Landrat hielt diese Aussage jedoch nicht davon ab, ihm am Ende des Abends mit Mitarbeitern seiner Verwaltung spontan ein Geburtstagsständchen zu singen.

2018 machte das Sachsengespräch schon einmal in allen zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten Station. An den 14 Dialogveranstaltungen nahmen laut Veranstalter bisher insgesamt 5.000 Menschen teil. Das erste Sachsengespräch im Landkreis Meißen fand am 18. August vergangenen Jahres in Riesa statt.

Einen ausführlichen Bericht zum Sachsengespräch in Großenhain lesen Sie am Donnerstag auf Sächsische.de. (SZ/dob)