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Wirtschaft

Kretschmer geht auf Russland zu

Sachsens Ministerpräsident reist nach St. Petersburg. Er will die Beziehungen ausbauen.

Impulse für die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland: Ministerpräsident Michael Kretschmer fliegt nach St. Petersburg. © Steffen Unger

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fliegt nach St. Petersburg, um am Freitag am Internationalen Wirtschaftsforum teilzunehmen. Bundeswirtschaftsminister und Parteifreund Peter Altmaier reist ebenfalls an. Kretschmer wird vom Präsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, Jörg Brückner, begleitet.

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Ziel der Reise ist es, die Wirtschaftsbeziehungen wieder zu intensivieren – trotz der EU-Sanktionen. Denn diese betreffen nur bestimmte Branchen. „Das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg bietet eine hervorragende Gelegenheit, die guten wirtschaftlichen und die politischen Beziehungen zwischen Sachsen und der russischen Föderation weiter auszubauen“, betonte Kretschmer vor der Abreise. Er trifft unter anderem den Ministerpräsidenten der Republik Tatarstan, Rustam Minnikhanov, sowie den russischen Minister für Industrie und Handel, Denis Manturov. Gesprächsthemen sind die Digitalisierung der Verwaltung und der Einsatz innovativer Technik.

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Sachsens Ministerpräsident steht in der Kritik - weil er ein Ende der Russland-Sanktionen fordert. Die Debatte zeigt eine unterschiedliche Sicht in Ost und West.

Exporte brechen um 15 Prozent ein

Russland hat in den vergangenen Jahren wegen der Sanktionspolitik und des schwachen Rubelkurses als Handelspartner an Bedeutung verloren. Im vergangenen Jahr sind die sächsischen Exporte erneut um 15 Prozent auf 538 Millionen Euro eingebrochen. Russische Kunden kaufen vor allem Fahrzeuge und Maschinen aus Sachsen. Doch nun brechen auch im Westen infolge der Handelskonflikte und Verunsicherung durch den Brexit die Aufträge weg. 

Sachsens Exporte in die USA gingen 2018 um 14 Prozent zurück, nach Großbritannien um zehn Prozent. Am Mittwoch meldete der Branchenverband des deutschen Maschinenbaus VDMA, dass die Auftragseingänge im April um elf Prozent zurückgegangen sind im Vergleich zum Vorjahr. In Sachsen sei die Entwicklung vergleichbar. „Viele Maschinenbauer sind zu 90 Prozent ausgelastet. Es kommen aber keine Aufträge nach“, sagte Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost, der SZ. Deshalb gilt es, die guten Kontakte nach Russland wiederzubeleben und auch in anderen Branchen ins Geschäft zu kommen.