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Hilfe für Kulturhaus zugesagt

Sachsens Ministerpräsident war Ehrengast des Bischofswerdaer Unternehmerempfanges. Er kam mit Botschaften, die man in der Stadt gern hört.

© Rocci Klein

Bischofswerda. Der Freistaat Sachsen ist bereit, die Bemühungen in Bischofswerda um die Rettung des Kulturhauses auch finanziell zu unterstützen. Wenn es ein Konzept gibt und sich Menschen auf den Weg machen, dann werde auch der Freistaat Geld bereitstellen, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitagabend auf dem Unternehmerempfang im Berggasthof Butterberg. Er war Teilnehmer einer Podiumsdiskussion zum Thema „Bischofswerda – Chancen und Herausforderungen für die versteckte Perle am Tor zur Oberlausitz“.

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Das Deutsche Hygiene-Museum

Mit seinem vielfältigen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus aller Welt. Es ist viel mehr als nur ein Museum.

Auch was Michael Kretschmer zur Rolle Bischofswerdas für die Region zu sagen hatte, traf den Nerv vieler Besucher. Gleich in seinem Eingangsstatement sprach er von Bischofswerda als einem „Mittelzentrum“, wenngleich der Landesentwicklungsplan der Stadt nur die untergeordnete Bedeutung eines Grundzentrums zugesteht. Mit Schultypen aller Arten, zwei Berufsschulen, als Gesundheits- und Sozialzentrum, mehr Ein- als Auspendlern und als Schnittstelle im Öffentlichen Personennahverkehr nimmt Bischofswerda wichtige Aufgaben eines Mittelzentrums wahr. Der Landesentwicklungsplan müsse „dringend überarbeitet“ werden, sagte der Politiker auf die Frage im Podium, wie Bischofswerda vom faktischen zum tatsächlichen Mittelzentrum werden könnte.

Die von MDR-Mitarbeiterin Bogna Koreng moderierte Podiumsdiskussion vereinte auß

er dem Ministerpräsidenten die Chefs von Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer aus Dresden, Schiebocks OB und als Vertreterin der Unternehmerschaft Tina Weßollek, Inhaberin des französischen Restaurants „L’Auberge Gutshof“ in Belmsdorf. Sie gab dem Premier den Wunsch mit auf Weg, die Politik müsse die Interessen von kleinen und mittleren Unternehmen ernst nehmen. Der Mittelstand sei das Rückgrat der sächsischen Wirtschaft, sagte sie.

Mit über 150 Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik gab es beim Unternehmerempfang, zu dem die Stadt, IHK und Handwerkskammer eingeladen hatten, eine Rekordbeteiligung. „Bischofswerda wird wieder wahrgenommen“, sagte Oberbürgermeister Holm Große (parteilos). Dahinter stehe eine positive Entwicklung, geprägt durch eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen, Pläne für ein Elektrodenwerk, an denen der Unternehmer Max Aicher festhält, und eine vorgesehene Erweiterung des Industriegebietes Nord 2. (SZ/ir)