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Kreuzung in Radibor wird ausgebaut

Mehrere Partner beteiligen sich an dem Vorhaben. Es wird große Umleitungen geben. Das passt nicht jedem.

Von Kerstin Fiedler

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Radibor. Eigentlich war es nur ein Verwaltungsakt, dem die Gemeinderäte jetzt zustimmen sollten. Doch es stellte sich heraus, dass das Thema viel brisanter ist. Es geht um den Ausbau des Knotenpunkts in Radibor, an dem fünf Straßen und ein Weg zusammentreffen. Ab Mai soll laut dem jetzigen Zeitpunkt der Bau losgehen. Das bestätigt Isabel Siebert, Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Das Amt übernimmt die Koordination für alle Partner, weil es sich um Staats- und Kreisstraßen handelt. Beteiligt sind ebenso das Landratsamt, der Abwasserzweckverband Kleine Spree und die Gemeinde Radibor. Dafür mussten die Gemeinderäte jetzt einen Vertrag bestätigen, damit die weitere Planung vorangehen kann. Allerdings mahnte der Radiborer Bürgermeister Vinzenz Baberschke (CDU): „Wenn es keine 90-prozentige Förderung gibt, werden weder wir noch der Landkreis mitbauen können.“ Der Kreis beantragt die Förderung für die Gemeinde mit. Doch das interessierte die Gemeinderäte erst einmal wenig. Ein viel größerer Diskussionspunkt ist die geplante Umleitungsstrecke. Vor allem die Radiborer Agrargesellschaft hatte bis kurz vor der Ratssitzung noch nichts davon erfahren, dass es eine langwierige Vollsperrung geben wird. Doch die großen Fahrzeuge der Landwirtschaft müssen dort lang. Auch der Schulbus und der Lieferverkehr sind betroffen. „Über den Zeitraum der Baumaßnahme ist eine großräumige Umleitung für den Schwerlastverkehr geplant. Diese führt von Kleinwelka bis Königswartha über die B 96, von Königswartha bis Milkel über die S 101 und von Milkel bis Kleinwelka über die S 106“, erläutert Isabel Siebert. Doch diese Umleitung können die Fahrzeuge der Agrargenossenschaft ja schlecht nehmen. Der Gemeinderat fordert, dass das Landesamt sich direkt mit den betroffenen Betrieben in Verbindung setzt. Von dort gibt es auch Vorschläge für eine Umleitungsgestaltung. Laut Lasuv wird es für Autos eine Strecke geben, die nördlich von Radibor parallel zur stillgelegten Bahnlinie führt. Im Ort selber gibt es Befindlichkeiten mit einer Umleitung, die über die Kirchstraße führen soll. „Im Zuge der Planungen wurden Varianten zur Gestaltung möglicher innerörtlicher Umleitungsstrecken untersucht. Demnach und nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung und der betroffenen Kirchgemeinde ist davon auszugehen, dass keine wesentlichen Umbauten im Bereich des Kirchweges und der Dr.-Maria-Grollmuß-Straße vorgenommen werden müssen“, sagt Isabel Siebert.

Sorge um die Sicherheit der Schulkinder

Daran zweifeln einige Räte. Noch zumal sich Gemeinderat Jovan Rehor um die Sicherheit der Schulkinder sorgt. „Unsere Anfrage mit der Bitte auf Tempo 30 ist immer noch nicht beantwortet“, sagt Rehor. Und auch zur Stellungnahme der Schulen und Kitas gab es keine Aussage.

Den Vorschlag von Gemeinderätin Madeleine Rentsch, das Vorhaben einmal insgesamt im Gemeinderat vorzustellen, lehnte Baberschke ab. „Das Vorhaben hat ausgelegen, und es gab Gespräche mit den direkt Beteroffenen“, lautete seine Begründung. Dennoch wird es kurz vor Baubeginn noch eine Einwohnerversammlung in der Gaststätte „Meja“ geben.

Bereits im Februar werden im Vorfeld des Vorhabens Bäume gefällt. Dann werden die Leistungen ausgeschrieben. Begonnen wird mit der Kreisstraße nach Brohna.