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Kriebstein versteigert erstmals Privatgrundstücke

Jahrelang zahlt ein Eigentümer keine Grundsteuer. Die holt sich die Gemeinde jetzt auf eine nicht alltägliche Art.

Weil der Besitzer keine Grundsteuer zahlte, kommen seine Grundstücke jetzt unter den Hammer.
Weil der Besitzer keine Grundsteuer zahlte, kommen seine Grundstücke jetzt unter den Hammer. ©  dpa / Symbolbild

Kriebstein. Zum ersten Mal in der Nachwendegeschichte von Kriebstein versteigert die Gemeinde Eigentum eines Privatmannes. Anfang der 2000er Jahre habe der Mann drei Grundstücke, teils bebaut, teils mit landwirtschaftlichen Flächen, in Reichenbach erworben. Gekümmert habe er sich darum allerdings nie. 

Auch die Grundsteuer blieb er der Gemeinde über lange Zeit schuldig. Auf Aufforderungen, den Betrag zu begleichen, reagierte er nicht. Und Kriebsteins Bürgermeisterin Maria Euchler (FW) ist sich sicher: „Er wird seine Schulden nie bezahlen.“ Deshalb habe sich die Gemeinde zur Zwangsversteigerung der Grundstücke entschlossen. Diese haben eine Größe von 320, 2.320 und 4.000 Quadratmeter.

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„Im vergangenen Jahr haben wir die Zwangsversteigerung angemeldet. Anschließend hat ein Gutachter den Wert der Grundstücke und Immobilien festgelegt“, so Maria Euchler. In der Gemeinde gebe es bereits mehrere Interessenten. „Für ein Objekt meldet sich fast wöchentlich jemand“, sagt die Bürgermeisterin. 

Die Versteigerung ist für den 8. April am Amtsgericht Chemnitz geplant. Verläuft sie erfolgreich, wird es nicht das letzte Verfahren dieser Art in der Gemeinde sein. „In allen Ortsteilen gibt es verwahrloste Grundstücke“, erklärt Maria Euchler. Von dem Betrag, der bei der Versteigerung erzielt wird, werden die Grundsteuerschuld und die Auslagen beglichen, die der Gemeinde in dem Verfahren entstanden sind.